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Altenburg Klinikum Altenburger Land fordert Macher des Skatstadtmarathons heraus
Region Altenburg Klinikum Altenburger Land fordert Macher des Skatstadtmarathons heraus
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07:38 12.04.2019
Auch bei der 11. Ausgabe des Skatstadtmarathons in Altenburg gibt es wieder eine Wette. Diesmal fordert das Klinikum Altenburger Land das Organisationsteam heraus. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Im Laufe der Jahre haben sie sich zur schönen Tradition entwickelt. Für so manchen sind die Wetten beim Skatstadt-Marathon sogar das Salz in der Suppe. Mindestens für die Teilnehmer. Auch wenn die Wette zur 11. Ausgabe des Altenburger Lauf-Ereignisses am 8. Juni nicht das Zeug für die ganz großen Gefühle wie die Live-Hochzeit 2015 und auch nicht die Verrücktheit eines Rückwärtsläufers wie 2016 hat, verspricht sie doch Spannung. Denn das Klinikum Altenburger Land wettet gegen die Organisatoren, dass es mit einer Zehn-Mann-Staffel – je zur Hälfte Walker und Läufer – den Halbmarathon schneller absolviert als die bisher schnellste Walkerin.

Anspruchsvolles Ziel und knackige Bedingungen

Aufs erste Lesen klingt es mehr als machbar. Allerdings ist der Streckenrekord, den das Team des Klinikums knacken will, nicht von Pappe. 2:32:22 Stunden brauchte Bianka Schnabel anno 2012 walkend für die 21,1 Kilometer. „Das schaffen viele Hobby-Läufer nicht“, schätzt Chef-Organisator Helmut Nitschke ein. Daher sei es eine anspruchsvolle Wette, bei der der Sieger keineswegs feststehe. „Die Frage ist: Können die Läufer hintenraus das aufholen, was die Walker vorher wahrscheinlich verloren haben?“

Erschwerend kommen fürs Klinikum zusätzliche Bedingungen hinzu. So müssen alle Starter eine langjährige Beziehung zum kreiseigenen Krankenhaus haben, und die einzelnen Strecken sollten unter den zehn Aktiven halbwegs gleichmäßig aufgeteilt werden. „Die Starter müssen nicht alle Mitarbeiter sein, es gehen auch Verwandte oder langjährige Starter für das Klinikumsteam beim Skatstadtmarathon“, erklärte Nitschke. Damit wolle man vermeiden, dass etwa ein oder zwei starke Läufer „eingekauft“ werden, die die Wette dann quasi alleine wuppen würden.

Verlierer spendiert Geld für Sportgerät auf Trimm-dich-Pfad

„Wir wollen gewinnen, sonst schließt man ja keine Wette ab“, sagt Klinikumssprecherin Christine Helbig und gibt damit die Richtung vor. „Aber es gibt keine Verlierer, selbst wenn wir es nicht schaffen sollten.“ Denn der Unterlegene spendiert für 300 Euro für den Bau eines weiteren Sportgeräts auf dem Trimm-dich-Pfad im Altenburger Stadtwald. Auf diesen Wetteinsatz hatte das Organisationsteam im Vorjahr der SV Lerchenberg gebracht. „Wir finden den Grundgedanken dahinter gut“, so Helbig weiter. „Die Förderung von Bewegung, die fit hält, Spaß macht und etwas für die Region tut – für alle Generationen.“ Das bringe auch auf den Punkt, warum man sich von Beginn an beim Skatstadtmarathon engagiere.

Allerdings steht das Team des Klinikums für die Wette laut Helbig noch nicht ganz. Bewerbungen seien willkommen, so die Sprecherin. Zumal das Unternehmen zehn Euro je Läufer zahle und diese anschließend für einen guten Zweck spendet. Da man niemandem das Erlebnis Skatstadtmarathon nehmen will, soll die Wette bereits vor dem eigentlichen Lauftag über die Bühne gehen. Nur das Ergebnis soll dann erst am 8. Juni bekanntgegeben werden. Darin sind sich Organisatoren und Klinikum einig. Favorisierter Tag für das Rennen: der 12. Mai.

Termin am 12. Mai mit Schnupperlauf des SV Lerchenberg

An jenem Sonntag veranstaltet der SV Lerchenberg auch seinen Schnupperlauf zum Skatstadtmarathon (10 Uhr, Brüderkirche), bei dem auf den Originalstrecken in Gruppen die 13,3 Kilometer und der Halbmarathon absolviert werden. „Das wäre eine runde Sache, ist aber kein Dogma“, sagte Veranstalter Nitschke. „Wenn es nicht klappt, finden wir auch einen Ausweichtermin unter der Woche.“ Helbig bestätigt den 12. Mai unter Vorbehalt: „Wir sind in der Feinabstimmung, brauchen die größtmögliche Zahl an Aktiven, die Zeit haben.“

Den Impuls zur Wette gab übrigens Nitschke selbst auf der Dankeschön-Veranstaltung des Klinikums für die unter seinem Namen startenden Aktiven im Vorjahr. „Da ist die Idee entstanden“, erinnert sich der Vorsitzende des Veranstaltervereins. Er habe gesagt: „Ihr seid jetzt auch mal dran, wenn ihr wollt.“ Wenig später wurde nur noch über die Bedingungen verhandelt.

Von Thomas Haegeler

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