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Altenburg Kohlebahner bahnen den Weg zum Drei-Länder-Kombiticket
Region Altenburg Kohlebahner bahnen den Weg zum Drei-Länder-Kombiticket
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00:30 26.05.2018
Immer wieder sonntags und an Feiertagen rollt die Kohlebahn zwischen Meuselwitz und Regis-Breitingen. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel. Quelle: Mario Jahn
Meuselwitz

Am Freitag schreibt der Verein Kohlebahnen Geschichte: Im Bergbau-Technik-Park im Leipziger Neuseenland in Großpösna wird per Unterschrift erstmals eine Kooperation von drei Vereinen rund um die Geschichte des Braunkohlebergbaus über Ländergrenzen hinweg unterzeichnet. Neben dem sächsischen Technikpark aus dem Leipziger Südraum sitzen ebenso der Mitteldeutsche Umwelt- und Technikpark mit dem Museum Brikettfabrik Hermannschacht bei Zeitz in Sachsen-Anhalt und eben die Kohlebahn im thüringischen Meuselwitz mit im Boot.

Kombiticket für rund 20 Euro

Mit der Zusammenarbeit über zwei Ländergrenzen hinweg betritt der Verein Neuland. „Vorerst wird die Kooperation zwischen allen drei Anbietern auf einem kleinen Level anlaufen, indem wir Kombitickets anbieten und eine gemeinsame Vermarktung unserer Angebote organisieren“, kündigt Kohlebahnchef Karsten Waldenburger an. Das Kombiticket soll mindestens ein Jahr lang für alle drei Angebote gelten und etwa 20 Euro kosten. „Bezahlt man in den drei Stellen separat, kommen 34 Euro zusammen. Das Kombiticket ist also eine echte Ersparnis und zudem ein Anreiz, mehrere Orte zu besuchen“, erklärt Waldenburger.

Und ist überzeugt: „Wenn sich alle Partner, die ab Freitag gemeinsam im Boot sitzen, besser kennen, dann kann daraus eine noch engere Partnerschaft erwachsen.“ Denn eines darf nicht vergessen werden: „Die Geschichte des Braunkohlebergbaues ist keine rein sächsische, sachsen-anhaltische, brandenburgische oder thüringische, sondern eine mitteldeutsche“, sagt Thorsten Hinz vom Bergbau-Technik-Park Großpösna. Die Zeitzer Kollegin, die Standortleiterin der Brikettfabrik Hermannschacht, Teresa Schneidewind, schlägt in die gleiche Kerbe: „Diese Kooperation rückt das Kapitel mitteldeutscher Industriekultur in einen neuen Fokus.“

Stiefkind Braunkohlebergbau-Geschichte

Die ersten Vorstöße dazu kamen von den Kohlebahnern. Dass die Industriegeschichte rund um den Braunkohlebergbau und damit die Kohlebahn bis vor Kurzem in Thüringen eine eher untergeordnete Rolle gespielt hat, kann Vereinschef Waldenburger sogar ein wenig nachvollziehen. „Braunkohle wurde in Thüringen ja nur im östlichsten Zipfel im Altenburger Land und dort nur im nördlichen Bereich abgebaut. Ansonsten dominieren im Freistaat der Uran- und der Kaliabbau.“ Entsprechend gering sei bislang die staatliche Unterstützung aus der Landeshauptstadt gewesen. Jetzt sei auf diesem Gebiet glücklicherweise auch in Thüringen ein Umdenken der Regierung erkennbar. Ob und in welchem Umfang sich das auswirkt, vermag Waldenburger aber noch nicht zu sagen.

Deshalb ergriff der Kohlebahnchef selbst die Initiative, wagte mit der Kooperation auf Vereinsebene selbst einen Vorstoß. Solch ein länderübergreifendes mitteldeutsches Gesamtprojekt biete das Potenzial, sich weiterzuentwickeln und attraktiv zu bleiben, ist der Vereinschef überzeugt. „In Großpösna steht das Entwicklungsprojekt Leipziger Neuseenland dahinter, in Zeitz die Südzucker AG, die Teile des Grundes der Brikettfabrik für Erweiterungen nutzt und im Gegenzug ein solventer Unterstützer geworden ist.“ Dank der Großpösnaer kann das Vereins-Trio beim Kombiticket auf sächsische Fördermittel zurückgreifen.

Starke Unterstützung aus Regis-Breitingen

Waldenburger lotet zudem auf kommunaler Ebene Wachstumspotenziale aus. Konkret im sächsischen Regis-Breitingen, wo die Kohlebahn endet. Dort sei man überein gekommen, dass der S-Bahn-Haltepunkt mit einem Busanschluss sowie der Kohlebahn baulich eng verzahnt wird, um attraktiver für Touristen zu werden. Selbst über einen S-Bahn-Anschluss gen Meuselwitz werde nachgedacht, berichtet Waldenburger – wohl wissend, dass solche Gedankenspiele noch weit von den realen Möglichkeiten entfernt sind.

Von jörg wolf

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