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Altenburg Kreativer Videodreh im Lindenau-Museum
Region Altenburg Kreativer Videodreh im Lindenau-Museum
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17:23 11.07.2019
Während der Ferienaktion des Studios Bildende Kunst Altenburg „GIF it all“ wurden auch individuelle Masken gefertigt. Quelle: Foto: Mario Jahn
Altenburg

Bewegtbild sagt mehr als tausend Worte – aber genau das auf Video zu zeigen, was man sagen möchte, ist dann doch gar nicht so einfach, wenn die Kamera läuft. Mit dieser Herausforderung spielt der zweitägige Ferienkurs „GIF it all!“ im Studio Bildende Kunst des Lindenau-Museums Altenburg. GIFs sind sehr kurze Videos, die zur Kommunikation im Internet benutzt werden und meist einen schriftlichen Kommentar ersetzen sollen.

Susann Schade, lang gediente Kursleiterin im Studio und eigentlich freischaffende Holzbildhauerin, hatte die Idee, solche Videos mit Kindern zu produzieren und holte sich Jule Klink zur Unterstützung. Klink ist Theaterpädagogin, gibt seit zwei Jahren immer wieder Ferienkurse und ist „immer dabei, wenn es etwas spielerischer wird“, wie sie selbst sagt.

Alltagsfloskeln auf den Punkt bringen

Bei der Ausarbeitung des Konzepts haben sich Klink und Schade vom Bauhaus-Jubiläum inspirieren lassen: Reduktion ist das Hauptstichwort. Möglichst viel mit wenig zeigen, das bedeutet, die Gesten und Bewegungen müssen möglichst klar und prägnant sein. „Mit Kindern wird es aber automatisch immer bunter und breiter“, ergänzt Klink lachend.

Um die Kurzvideos von drei bis sechs Sekunden etwas interessanter zu gestalten, haben die 14 Kinder zwischen zehn und 14 Jahren am ersten Kursvormittag selbst Masken entworfen und hergestellt und sich in Kleingruppen zusammengefunden. Währenddessen überlegten sie zusammen mit den Kursleiterinnen, was sie darstellen wollen. Das Ergebnis: Alltagsfloskeln oder Dinge, die man sich immer wieder schickt, wie etwa „Guten Morgen!“.

Ein Smartphone ist kein Pflicht-Accessoire

Die Masken herzustellen, war ein sehr aufwendiger Teil des Kurses. Sie sind eigens auf die Gesichter der einzelnen Kinder zugeschnitten, denn von ihren Gesichtern wurden die Masken mittels Gipsbinden abgeformt. Nach dem Trocknen ging es dann ans Bemalen und da konnte sich jeder nach Lust und Laune austoben. Von klassischen Schwarz-Weiß-Kontrasten über regenbogenbunt bis zu Galaxie-Mustern ist alles dabei.

Am zweiten Tag geht es ans Filmen: In Gruppen zu zweit oder zu dritt, bewaffnet mit dem Smartphone oder einer Kamera, suchen die Kursteilnehmer den geeigneten Ort im Garten. Finja und Marie, beide elf Jahre alt, haben sich für die Botschaft „Hä?!“ entschieden und eine ratlose Geste und ein Fragezeichen auf Papier gefilmt. „Ich habe mich vor allem für das Filmedrehen interessiert und mache deswegen den Kurs. Aber auch das Masken machen und zusammen kreativ sein hat mir total gut gefallen,“ erzählt Finja.

Geteilt wird nur in der Gruppe

Tessa und Theresa haben einen Kurzfilm entworfen, in dem sie sich hinter einem Busch verstecken, sich ganz geheimnisvoll umsehen und dann schnell wegrennen, arbeiten aber auch an anderen Ideen.

Die künstlerischen Endprodukte wollen die Kursleiterinnen den Kindern und ihren Eltern in einer WhatsApp-Gruppe zur Verfügung stellen und die Videos, die mit einer Kamera gefilmt wurden, auf DVD brennen. Zur weiteren Verbreitung sind die Kurzkurzfilme noch nicht gedacht.

Von Katharina Stork

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