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Altenburg Kreisbauernverband Altenburger Land kritisiert Verbote und finanzielle Einbußen
Region Altenburg Kreisbauernverband Altenburger Land kritisiert Verbote und finanzielle Einbußen
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11:08 14.08.2019
Ab 1. Januar ist in Thüringen an allen Gewässern ein Randstreifen von zehn beziehungsweise fünf Metern vorgeschrieben. Quelle: LVZ
Altenburg/Erfurt

Die ab Januar geltenden neuen Regelungen des Thüringer Wassergesetzes stoßen bei der Bauernschaft im Altenburger Land auf zwiespältige Gefühle. „Natürlich sind auch die Landwirte, wie alle Bürger, sehr an sauberem Grundwasser interessiert“, erklärt der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, Berndt Apel. Insofern begrüße der Berufsstand die Ziele, die mit dem neuen Regelwerk erreicht werden sollen.

Düngeverbot in Ufernähe

Unter anderem ist darin die flächendeckende Einführung von Gewässerrandstreifen zum 1. Januar 2020 im Freistaat verbunden. Damit sollen Gewässer vor Pestiziden und Düngemitteln geschützt werden, informiert das Thüringer Umweltministerium in einer jetzt veröffentlichten Broschüre. Der Gewässerrandstreifen müsse innerorts fünf Meter und außerorts zehn Meter breit sein. Landwirte könnten den Zehn-Meter-Streifen ab der Uferkante weiterhin als Ackerland nutzen, wenn sie ihn frei von Pestiziden und Düngemitteln halten. Alternativ könnten stattdessen die ersten fünf Meter ab der Uferkante dauerhaft begrünt werden. In diesem Fall stünde die restliche Ackerfläche zur uneingeschränkten landwirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung. „Dieses Optionsmodell ist bundesweit einmalig“, heißt es in dem Informationsblatt des Ministeriums.

Ziel sei es, mit diesen Regelungen eine deutliche Reduzierung von diffusen Stoffeinträgen in die Gewässer zu erreichen. Denn noch immer würden 80 Prozent der Thüringer Gewässer unter anderem als Folge der Erosion von Ackerflächen zu hohe Nährstoffbelastungen aufweisen. Verschlammte Gewässersohlen, Sauerstoffmangel und lokales Fischsterben sind die Folge, so die Behörde von Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne).

Entschädigungen fallen weg

„Für die Landwirte bedeutet das erst einmal ökonomische Nachteile“, konstatiert Berndt Apel. Dabei seien die durch die Verbote verloren gehenden Ackerflächen nur ein Aspekt. Wie Apel erläutert, haben die Bauern jetzt schon die Möglichkeit, derartige Schutzmaßnahmen zu ergreifen. „Dafür gab es bislang Entschädigungszahlungen, die ab mit dem neuen Gesetz aber wegfallen.“ Deswegen hätten die Landwirtschaftsverbände im Gesetzgebungsverfahren angeregt, die Einführung der Gewässerrandstreifen solange zu verschieben, bis auf europäischer Ebene neue Förderprogramme aufgelegt sind. „Das wurde aber leider nicht erhört“, sagt Apel. Aus Sicht des Kreisbauernverbandes hat der Landesgesetzgeber nicht den Königsweg gefunden, den Apel eher bei Freiwilligkeit als bei Verboten sieht.

Von Jörg Reuter

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