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Altenburg Kreisverwaltung spricht sich für Gelben Sack im Altenburger Land aus
Region Altenburg Kreisverwaltung spricht sich für Gelben Sack im Altenburger Land aus
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19:15 19.12.2017
Gelber Sack oder Gelbe Tonne – beide Systeme haben Vor- und Nachteile. Quelle: Sven Bartsch
Altenburg

Im Frühjahr wird der Kreistag darüber entscheiden, ob im Altenburger Land für die Sammlung sogenannter Leichtverpackungen aus Kunststoff weiterhin der Gelbe Sack oder zukünftig die Gelbe Tonne verwendet wird. Andrea Gerth, die kaufmännische Leiterin des Dienstleistungsbetriebes Abfallwirtschaft und Kreisstraßenmeisterei des Altenburger Landes, stellte jetzt aus diesem Grund dem Werksausschuss des Landratsamtes eine Umfrage vor, die der kommunale Abfallentsorger zu diesem Thema durchgeführt hatte.

Dabei wurden in einem ersten Schritt 85 Großvermieter angeschrieben, die insgesamt 31 500 der 93 000 Einwohner des Landkreises Altenburger Land untergebracht haben. 42 von ihnen haben geantwortet. Sie repräsentieren 62 Prozent der Mieterschaft. Von ihnen wiederum wollen 33 den Gelben Sack behalten. Neun haben sich für die Gelbe Tonne ausgesprochen und ein Großvermieter hätte gerne eine individuelle Lösung.

Der zweite Teil der Umfrage wurde über die Amtsblätter an private Hauseigentümer gerichtet. 596 von ihnen antworteten. Demnach sprechen sich 51 Prozent der Eigentümer auf dem Land für die Tonne aus. In der Stadt ist mit 59 Prozent wiederum ein Großteil für den Sack. Die Umfrage sei laut Gerth nicht repräsentativ. Sie ist daher allenfalls gut, um ein Stimmungsbild unterschiedlicher Interessengruppen einzuholen.

Auf Nachfrage wird Gerth daher konkreter. Sowohl Gelber Sack als auch Gelbe Tonne haben Vor- und Nachteile. Die Vorteile des Gelben Sackes überwiegen für sie und den kommunalen Betrieb jedoch. Zum einen sei das der finanzielle Aspekt. Die Beibehaltung des Gelben Sackes würde für den Landkreis keine Mehrkosten verursachen, da die Entsorgung weiterlaufen würde wie bisher. „Die Gelbe Tonne müsste aber öfter abgeholt werden als die Gelben Säcke“, so Gerth.

Ebenso wäre es für den Landkreis laut ihrer Aussage sinnvoller, die neuen Tonnen gleich als Wertstofftonnen zu kaufen. 600 000 Euro würde das allein den Landkreis kosten. Das hat mit der mittlerweile komplizierten Ausgestaltung des Dualen Systems zu tun. Seit seiner Liberalisierung vor knapp zehn Jahren gibt es nicht mehr nur ein Duales System, sondern zehn verschiedene. Den Bürgern seien die Kreisläufe dahinter nur noch schwer zu erklären, führt Andrea Gerth weiter aus, denn für viele seien Gelber Sack und Gelbe Tonne mit der Sammlung von Kunststoffen gleichgesetzt.

„Für uns ist das derzeitige System des Gelben Sacks in Ordnung, wenn man damit ordentlich umgeht.“ Das heiße vor allem, dass man die Säcke nicht schon Tage vor der Abholung vor die Tür stelle und auch nur jene Sachen darin entsorge, für die der Sack vorgesehen sei.

Letztlich wird es für diese Frage eine politische Lösung geben. Im kommenden Frühjahr wird eine neue Abstimmungsvereinbarung zwischen Landkreis und Dualen Systemen vereinbart. Dann soll auch entschieden werden, ob es ab 2019 eine Gelbe Tonne oder weiter einen Gelben Sack gibt.

Von Edgar Lopez

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