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Altenburg Landeskonservator: Fünf Denkmäler des Altenburger Landes gefährdet
Region Altenburg Landeskonservator: Fünf Denkmäler des Altenburger Landes gefährdet
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19:09 13.08.2019
Das Schloss Poschwitz gehört für den Landeskonservator zu den Objekten, deren Zustand sich in den vergangenen Jahren nicht verbessert hat. Quelle: Mario Jahn
Erfurt/Altenburg

Drei Schlösser beziehungsweise Gutshäuser im Altenburger Land sind stark gefährdet, eines ist nachhaltig instandgesetzt und sinnvoll genutzt, und ein weiteres ist mittelfristig gesichert. Das geht aus dem aktuellen Statusbericht des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie hervor, den der Freistaat Thüringen vor wenigen Tagen vorgestellt hat.

Demnach gehört das Schloss Poschwitz zu den 24 Objekten, denen die Landesdenkmalpfleger eine Verschlechterung der Substanz und des Erhaltungsgrades attestieren. „Die Bemühungen der Stadt Altenburg um Ersatzvornahmen beziehungsweise die Eigentumsübernahme scheiterten an der eigenen Verwaltung, die sich nicht in der Lage sah, die möglichen rechtlichen Maßnahmen auszuschöpfen“, heißt es in dem Bericht zu Schloss Poschwitz. Der Eigentümer habe daher keine Sicherungsverfügung erhalten. Altenburgs neuer Oberbürgermeister André Neumann (CDU) bemüht sich zwar, den Eigentümer zum Verkauf zu bewegen. Die Interessenten scheitern jedoch an unrealistischen Preisvorstellungen, so die Landesdenkmalpfleger weiter.

Zwei Schlösser in schlechtem Zustand

Ebenfalls verschlechtert hat sich nach deren Einschätzung auch der Zustand des Wasserschlosses Dobitschen. „Nach den 2016 durchgeführten Sicherungs- und Bauunterhaltsmaßnahmen hat der Eigentümer jeglichen Kontakt zu den Behörden abgebrochen“, konstatiert der Statusbericht dazu kurz. Wenig überraschend zählt auch das Halbe Schloss von Langenleuba-Niederhain zu den besonders schlecht dastehenden historischen Bauwerken. Wie berichtet, wurde es seit 2015 bereits zweimal verkauft. „Der aktuelle Eigentümer wurde kontaktiert, hat sich aber noch nicht zu seinen Absichten geäußert“, steht in dem Statusbericht.

Deutlich besser geht es laut dem Dokument, das Thüringens Kultusminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) und Landeskonservator Holger Reinhardt in der Staatskanzlei präsentierten, Schloss und Park Tannenfeld. Das gilt für die Macher der Studie aufgrund durchgeführter oder eingeleiteter Sicherungsmaßnahmen als mittelfristig gesichert, sollte aber weiter beobachtet werden.

Gutshaus Posterstein erhält Bestnoten

Bestnoten von den Autoren erhielt das Gutshaus Posterstein als einziges im Kreis. Dort erfolgte eine abschließend nachhaltige Instandsetzung, die kombiniert ist mit einer sinnvollen Nutzung. Wie weitere vier Denkmäler wird deshalb das Gutshaus Posterstein künftig nicht mehr auf der Liste der gefährdeten Objekte geführt.

Im Mai 2015 hatte die Landesregierung im ersten Statusbericht insgesamt 64 Objekte als gefährdet eingeschätzt. Da fünf Objekte inzwischen instandgesetzt und zwei abgerissen wurden und ein weiteres in naher Zukunft als gesichert gilt, reduzierte sich im aktuellen Bericht die Zahl der als gefährdet gemeldeten Objekte thüringenweit von 64 auf 56.

Von ovz

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