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Altenburg Landratsamt bestätigt Gülle-Havarie bei Windischleuba
Region Altenburg Landratsamt bestätigt Gülle-Havarie bei Windischleuba
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13:34 09.06.2019
Nahe dem Landschaftsschutzgebiet bei Windischleuba ist offenbar doch Gülle aus einer Biogasanlage ausgetreten. Quelle: Mario Jahn
Windischleuba

Rolle rückwärts im Fall des vermeintlichen Gülleaustritts aus der Biogasanlage in Windischleuba: Nachdem die OVZ über den von Lesern beobachteten Austritt berichtet hatte, befasst sich inzwischen auch der Fachdienst Natur- und Umweltschutz des Landratsamts mit dem Thema.

Fachdienst bestätigt Gülleaustritt

Man sei erst durch die Anfrage der OVZ auf das Thema aufmerksam geworden, erklärte das Landratsamt gegenüber der OVZ. Eine Nachfrage beim Betreiber der Anlage habe ergeben, dass es tatsächlich zu einem Vorfall gekommen sei. „Nach Aussage des Betreibers liefen am 29. Mai circa 50 Kubikmeter Gülle aus einem Behälter aus“, so die Antwort der Behörde. Über etwaige Schäden könne zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden, man habe nun die Überprüfung der Havarie aufgenommen. Damit kommt nun mehr Licht in die Angelegenheit. Zunächst war lediglich bekannt geworden, dass die Kameraden der Windischleubaer Feuerwehr in der vergangenen Woche ausgerückt waren, um einen Straßenabschnitt von Gülle zu reinigen. Woher die Flüssigkeit kam und ob sie Schäden verursacht hatte, konnte Feuerwehrchef Holger Naumann nicht sagen. Der Anlagenbetreiber ließ eine Anfrage der OVZ bis zum Freitagnachmittag unbeantwortet.

Auch zur Situation rund um die immer weiter austrocknenden Teiche nahe der ehemaligen Talsperre Windischleuba hat sich das Landratsamt inzwischen geäußert. Die voranschreitende Verlandung sei insbesondere auf die starke Trockenheit 2018 zurückzuführen. Zudem verfügten die beiden Becken über keinen natürlichen Zufluss. Auch sei es nicht möglich, zwangsweise Wasser aus den Teichen südlich der B 7 zuzuleiten.

Pächter Jürgen Etzold sorgt sich weiter um den Wasserstand der Teiche nördlich der B7. Bereits im vergangenen Jahr waren hier zahlreiche Fische verendet. (Archivbild). Quelle: Bastian Fischer

Wenig Handhabe bei Verlandung

In dieser Frage biete auch der Status des Areals als Landschaftsschutzgebiet wenig Spielraum. Bereits seit 1990 unterliege das Gebiet einer Mehrfachnutzung: als Hochwasserschutzanlage, als Fischereigewässer und als Erholungsgebiet. Zwar existiere noch eine Behandlungsrichtlinie von 1983, die vorgibt, die einzelnen Nutzungen untereinander abzustimmen und die charakteristische Ausprägung der Landschaft nicht grundsätzlich zu verändern. Diese sei jedoch „wenig geeignet“, die wasserwirtschaftlichen Probleme zwangsweise gegenüber den unterschiedlichen Eigentümern und Nutzern der Gewässer durchzusetzen.

Behörde: Gespräche mit Beteiligten

Allerdings, betont der Fachdienst, sei das Teichgebiet gleichzeitig Bestandteil des EU-Vogelschutzgebiets „Nordöstliches Altenburger Land“. In diesem Rahmen seien die zuständigen Naturschutzverwaltungen der Länder verpflichtet zu gewährleisten, dass die charakteristische Tier- und Pflanzenwelt erhalten bleibt und sich deren Lebensräume nicht verschlechtern. Die Behörden seien verpflichtet, sich mit allen Betroffenen über etwaige Veränderungen auszutauschen und die erforderlichen Maßnahmen abzustimmen und umzusetzen. Hierzu würden bereits Gespräche mit Eigentümern und Nutzern geführt.

Von Bastian Fischer

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