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Altenburg Leckeres Fotoshooting für Kochbuch über traditionelle regionale Küche
Region Altenburg Leckeres Fotoshooting für Kochbuch über traditionelle regionale Küche
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06:00 27.07.2018
Ein Fotoshooting für ein Kochbuch mit traditionellen Gerichten des Altenburger Landes fand im Quellenhof Garbisdorf statt. Quelle: Mario Jahn
Garbisdorf

Morgens acht Uhr in der kleinen Küche des Quellenhofs – draußen steigt das Thermometer und auch drinnen hat Konrad Kamprad bereits begonnen, die ersten Gerichte des Tages zu kochen. Doch der 23-jährige Koch verwöhnt mit seinen Kreationen keine erlesene Gästeschar, sondern brutzelt Ente, Schweinerippchen oder Rind so, dass sie zwar lecker schmecken, aber vor allem möglichst gut aussehen.

Carsten Schenker fotografiert das Entengericht. Quelle: Mario Jahn

Extra aus Hamburg ist er angereist, wo er als stellvertretender Küchenchef arbeitet, um seinen Vater Klaus-Jürgen Kamprad und Fotograf Carsten Schenker dabei zu unterstützen, wenn es wortwörtlich ans Eingemachte geht.

Drei Tage lang rückten sie im Team knapp 50 verschiedene Speisen aus dem Altenburger Land ins beste Licht. Zusammen mit 30 weiteren werden sie das Koch- und Backbuch „Traditionelle Küche des Altenburger Landes“ ergeben, für das die Leser der Osterländer Volkszeitung im Frühjahr Rezepte einreichen konnten.

„Alle Einsendungen haben wir uns in Ruhe angeschaut, sortiert und überlegt, welche Relevanz sie für das Altenburg Land haben“, erklärt der Verleger des E. Reinhold Verlages, während sein Sohn kurz mal ein bisschen Deko für die fertig gebackene Ente pflückt: etwas Löwenzahn und Pimpinelle von der Wiese vorm Quellenhof. Manche Rezepte habe man etwas angeglichen, da keinerlei Fertigprodukte, sondern nur Frisches verwendet wird, betont er.

Auf den Tischen im Quellenhof drängen sich dicht an dicht die unterschiedlichsten Teller, Vasen, Schüsseln und Platten verschiedenster Epochen. Kleine Wildblumensträußchen warten genau wie rote Johannisbeerrispen und ein paar frisch geschnippelte Erdbeeren auf ihren Einsatz als Statisten. „Authentisch, aber nicht altbacken“ ist Kamprads Anspruch an die entstehenden Fotos der traditionellen Gerichte, die teils aufwendig inszeniert wurden. So ist in der herrlichen Bohlenstube des Quellenhofs mit ihren Wandmalereien eine ganze Tafel festlich eingedeckt. Weißes Porzellan auf weißem Tischtuch umrahmt den Hauptakteur: einen Teller Hochzeitssuppe.

Am Computer werden die Aufnahmen ausgewertet. Quelle: Mario Jahn

Eigentlich schon mit einem grünen Haken im Produktionsplan versehen, wird besagtes Gericht am letzten Shootingtag ein weiteres Mal abgelichtet. „Zum Glück für uns hat uns der Heimatverein Göpfersdorf kurzfristig ein traditionelles Hormt, eine ,Hochzeitskrone‘ der bäuerlichen Braut organisiert“, plaudert Kamprad senior aus dem Nähkästchen. „Dadurch wird das Bild perfekt.“

Zum „Tag der Altenburger“ am 7. Oktober wird das fertige Werk, ein Gemeinschaftsprojekt der Osterländer Volkszeitung, des Vereins Altenburger Bauernhöfe und des Staatsarchivs Altenburg erscheinen. Klaus-Jürgen Kamprad erhofft sich vom Buch, dass „es Leute dazu motiviert, sich diesen Gerichten wieder zu nähern und sie auszuprobieren“. Dafür müsse man kein Sternekoch sein, denn neben den komplizierteren Rezepten haben es auch eine ganze Menge schön einfache ins Buch geschafft. Welche genau, wird aber noch nicht verraten.

Von Maike Steuer

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