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Altenburg „Liberace“ feiert opulente Premiere in Altenburg
Region Altenburg „Liberace“ feiert opulente Premiere in Altenburg
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17:34 21.05.2019
Umgeben von einer Schar glühender Anhänger aalt sich Liberace im Pool. Quelle: Ronny Ristok
Altenburg

„Lieberahtsche“, allein schon sein Name verheißt Glamour, Dekadenz und ja, Entertainerqualitäten. Doch wie er da anfangs so steht, allein, nur bekleidet mit einem „sexy“ Feinrippschlüppi, welkem Fleisch und Bauchansatz, hat man fast ein bisschen Mitleid mit dem alternden Mann, der zu Glanzzeiten der Traum von Millionen Frauen war.

Dieser ständige Spagat zwischen glitzrigem Schein und nackter Realität, zwischen seiner Rolle als „Mr. Showmanship“, wie er sich selber nennt, und seinem verletzlichen Selbst, das er nur wenigen zeigt, prägt das gesamte Leben eines der größten Superstars seiner Zeit.

Drei Liberaces sind besser als einer

Ein Leben, so facettenreich, außergewöhnlich und schillernd, dass es genug Stoff bietet, um in „Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin“ gleich von drei Protagonisten parallel verkörpert zu werden. Olav Kröger am Flügel kleidet virtuos das musikalische Bett aus, während Liberace in jung (Jon Beitia Fernandez) und alt (Peter Werner-Ranke) die Geschichte einer Kunstfigur nachzeichnen, die 1919 im ärmlichen Verhältnissen als Wladziu Valentino Liberace auf die Welt kam.

Mit Mut zum Kitsch und Opulenten begeisterte das Ballett von Silvana Schröder das Publikum

Wie der Junge aus Wisconsin, USA, die Massen mit seinen Klavierkünsten und perfekt inszenierten Auftritten in seinen Bann zog, schlägt sich im Ballett von Silvana Schröder in Massen von Pailletten, glitzernden Stoffen und jeder Menge Feenstaub auf der Bühne nieder. Herrlich kitschig, klischeebeladen, mit jeder Menge Augenzwinkern erhält das Publikum einen Einblick in seine Welt – samt Kingsize-Bett bewacht vom Riesenschwan und ausschweifenden Poolpartys mit reichlich Jünglingen in knapper Schwimmbekleidung.

Wasserspielchen im echten Bühnenpool

Apropos Pool: Der ist, wie es einem wie Liberace gebührt, kein Konstrukt blühender Fantasie, sondern sehr real in die Bühne eingelassen. Wasser spritzt, fast nackte Körper gleiten im Pas de Deux durchs feuchte Nass und sorgen in der ein oder anderen Szene für leicht irritierte oder vielleicht auch etwas pikierte Schnappatmung in den Zuschauerreihen. Immer mittendrin der „Traumschwiegersohn“ amerikanischer Mütter, der stets bemüht ist, diesem Fantasie-Bild zu entsprechen und der Frauenwelt eine Chance zu geben: „Ich habe alles dafür gegeben, auf Frauen zu stehen...“ – nur um letztlich wieder der Verführung jüngerer Männer zu erliegen und dem Wunsch, seine ewige Jugend zu konservieren.

Silvana Schröder „übersetzt“ Liberaces Stimmungen und Charakterzüge in kreative und mitreißende Choreographien und räumt auch seinen fünf geliebten Pudeln viel Raum für naiv-possierliche Auftritte ein. Das Damen-Quintett flirtet, kuschelt und umgarnt sein „Herrchen“, spendet Trost und Zuflucht, wenn Liberace mit sich hadert.

Der Wunsch nach ewiger Jugend

Ebenfalls sehr unterhaltsam und wohl ganz im Sinne des „echten“ Liberace gelöst, der zeitlebens dafür kritisiert wurde, dass er klassische Musik verramsche: Die vertanzte Schönheits-OP des Dr. Startz (Yi Han), der zur Tritsch-Tratsch-Polka, op. 214 von Johann Strauss im Gesicht von Liberace die Spuren der Zeit zu verwischen versucht.

Im Zeitraffer, mal nachdenklich, mal die Welt umarmend überschwänglich mündet das Ballett im Unausweichlichen: Liberace erliegt einem offiziell als Herzinfarkt getarnten Aids-Leiden. Doch statt einfach Licht aus, Vorhang fällt, steigt er als Lichtgestalt zum Himmel empor, geleitet von einer Heerschar „alternativer“ Engel, die Kostümbildnerin Verena Hemmerlein in weiße Korsetts mit federigen Miniröcken und Kopfputz kleidet – unisex und getreu Liberaces Motto: „Zu viel des Guten ist wundervoll!“

Von Maike Steuer

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