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Altenburg Lindenau-Museum mit umfangreichem Programm zu Bauhaus-Jubiläum
Region Altenburg Lindenau-Museum mit umfangreichem Programm zu Bauhaus-Jubiläum
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17:37 17.01.2019
Auch im Lindenau-Museum wird das Bauhaus-Jubiläum 2019 begangen. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Bauhaus allerorten: Zum 100-jährigen Jubiläum der von Walter Gropius in Weimar gegründeten Kunstschule locken bundesweit zahlreiche Kulturveranstaltungen. Auch im Lindenau-Museum wird der Anlass 2019 mit gleich mehreren Angeboten gewürdigt.

Bauhaus schuf neuartige Ästhetik

So lädt das Studio Bildende Kunst Schülerinnen und Schüler ein, im Museum die Ideen des Bauhauses kennenzulernen. Idee des Bauhauses war es, in einer weltoffenen Umgebung neue Lösungen für die Verbindung von Kunst und Handwerk zu finden.

Das Ergebnis war eine neuartige Ästhetik, die rund um den Globus bis in die heutige Zeit wirkt. In der weltweit ersten „Hochschule des Erfindens“ entwickelten Menschen unterschiedlichster Herkunft gemeinsam Ideen und Produkte als Antworten auf die Fragen ihrer Zeit. Mitstreiter durchliefen ein mehrstufiges Einführungsverfahren und waren angehalten, mit allen Sinnen und verfügbaren Werkstoffen in realen Werkstatt-Umgebungen zu forschen und zu arbeiten.

Studio begleitet Ausstellung mit Programm

Das Studio Bildende Kunst hat als Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Jugendkunstschulen in Thüringen (LAG JKS) für das Bauhaus-Jahr 2019 Angebote für Schulklassen entwickelt, die als Ergänzung zum Unterricht oder als Projekttage wahrgenommen werden können. Das Programm lehnt sich dabei in Inhalt und Ausgestaltung an die berühmten Bauhaus-Werkstätten an.

Die Angebote finden dabei sowohl vorbereitend als auch begleitend zur vom 24. Februar bis 19. Mai präsentierten Sonderausstellung „Das Bauhaus. Grafische Meisterwerke von Klee bis Kandinsky“ statt. Das Lindenau-Museum gehört zu den wenigen öffentlichen Sammlungen, die alle vier edierten Bauhaus-Mappen ihr Eigen nennen können.

Bauhaus-Mappen vollständig zu sehen

Die bereits 1951 vom Museum erworbenen Mappen umfassen insgesamt 68 Farblithographien, unter anderem von Wassily Kandinsky, Lyonel Feiniger, Oskar Schlemmer, August Macke, Franz Marc, Marc Chagall, Paul Klee und Alexej von Jawlensky. Mit dem Verkauf der Mappen unter dem Obertitel „Neue Europäische Graphik“ wurde zuvorderst die finanzielle Situation des Bauhauses verbessert. Sämtliche künstlerischen Beiträge wurden dem Bauhaus hingegen von den beteiligten Künstlern geschenkt.

Anlässlich des Jubiläums werden nun sämtliche in den Mappen enthaltenen Druckgrafiken im Lindenau-Museum präsentiert. Ergänzt wird die Sonderausstellung zur stilprägenden Bewegung durch weitere Werke von mit dem Bauhaus assoziierten Künstlern aus Museumsbesitz.

Die Bauhaus-Werkstätten der Thüringer Jugendkunstschulen werden durch die Thüringer Staatskanzlei gefördert. Dadurch entstehen den Schulen pro Werkstattangebot – maximal 15 Schüler oder eine halbe Klasse – lediglich Kosten von 85 Euro. Anmeldungen für die Angebote des Studios Bildende Kunst sind ab sofort unter Tel. 03447 895547 oder per Mail an weissgerber@lindenau-museum.de möglich. Hier können auch weitere Informationen erfragt werden.

Die Kurse im Überblick

Tolle Typen mit Ulrike Weißgerber (Grafikdesignerin): Spielerisch erkennen die Schüler verschiedene Buchstabentypen aus verschiedenen Zeiten.

Kegel – Kugel- Zylinder/
Von der Kugel zur Dose mit Carla Pinkert (Designerin): Nach einer Einführung zum Werkstoff Ton und zu den Bauhaus-Werkstätten wird ein eigenes keramisches Gefäß entwickelt. Aus klaren geometrischen Formen werden Gefäße konstruiert, die ihren Verwendungszweck erkennen lassen.

Formen tanzen im Rhythmus – Stoffmuster im Textildruck mit Evelin Müller (Textildesignerin): Die für das Bauhaus charakteristischen Grundformen Quadrat, Dreieck und Kreis und die Grundfarben Rot, Gelb und Blau sind das Ausgangsmaterial für das Drucken mit Textilfarbe, das um Formen und Farben erweitert werden kann. Eigene Stempel können hergestellt werden.

Von der Beschränkung zum Reichtum – Räumliche Wirkung durch Farbe und einfache geometrische Formen mit Therese Heller (Malerin, Grafikerin): Mit den Grundfarben Rot, Gelb und Blau sowie den Grundformen Quadrat, Dreieck und Kreis gestalten die Kinder Fantasiefiguren.

Die musikalische Linie mit Julia Penndorf (Grafikerin, Illustratorin): Zu Beginn werden die Bauhaus-Mappen im Lindenau-Museum besichtigt. Es folgen praktische Experimente zur Linie mit Pinsel, Bleistift oder Kreide. Begleitet von klassischer Musik können die Schüler verschiedene Linienführungen ausprobieren.

Die Linie lernt tanzen – Von der Linie zur Drahtplastik mit Markus Bläser (Maler, Grafiker): In Gemeinschaftsarbeit entsteht ein malerisch-plastisches Bild. Eine tänzerische Szene und Musik werden besprochen und gehört, daraus Tänzertypen und tänzerische Gesten bestimmt. Aus einer Linie werden viele Tänzer-Figuren spielerisch gezeichnet.

Faltskulpturen aus Papier mit Tilman Kuhrt (Maler, Grafiker): Im ersten Teil werden verschiedene Möglichkeiten, Papier zu falten, kennen gelernt. Danach wird gefaltet und geknüllt – aber nicht wild, sondern nach einem vorgegebenen Prinzip.

Was geht? – Materialerkundung des Werkstoffs Holz mit Susann Schade (Holzbildhauerin): Je nach Altersgruppe werden in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden entsprechend bestehender Kenntnisse erste Schritte in der Werkzeuganwendung gemacht.

Von OVZ

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