Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Lutz Schneevoigt beerbt Michael Rüger an SWG-Spitze
Region Altenburg Lutz Schneevoigt beerbt Michael Rüger an SWG-Spitze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:36 22.04.2018
Die Nachfolge an der Spitze der Städtischen Wohnungsgesellschaft (SWG) Altenburg ist geklärt. Nur der Stadtrat muss noch zustimmen. Quelle: SWG
Altenburg

Die Nachfolge an der Spitze der Städtischen Wohnungsgesellschaft (SWG) Altenburg ist geklärt. Nach OVZ-Informationen beerbt Lutz Schneevoigt den zum 31. August scheidenden Chef Michael Rüger (65). Stimmt der Stadtrat nächste Woche zu, tritt der 36-Jährige bereits am 1. Mai in die Geschäftsführung der kommunalen Tochter ein und ist damit neben der SWG als kaufmännischer Leiter auch für die Geschäfte des Eigenbetriebes Residenzschloss Altenburg zuständig. Mit der viermonatigen Doppelspitze soll ein reibungsloser Übergang gelingen.

Rüger-Nachfolger ist interne Lösung

Schneevoigt, der aus Waltershausen stammt und in Greiz lebt, ist eine interne Lösung. Der verheiratete Familienvater verantwortet aktuell bei der SWG die Bereiche Personal, Planung und Controlling. Zum Altenburger Kommunalbetrieb stieß er schon 2006. Nach einem Studium der Immobilienwirtschaft in Leipzig und Gera übernahm er zunächst Planung und Controlling, ehe nach seinem Masterabschluss in Immobilienwirtschaft 2013 die Personalabteilung hinzukam.

Zustimmung im Stadtrat gilt als sicher

Dass ihm der Stadtrat grünes Licht gibt, gilt nicht nur angesichts dieser Entwicklung als ziemlich sicher. Schließlich hat Schneevoigt die breite Unterstützung des SWG-Aufsichtsrates. Auch die Echos aus den Fraktionen, im Hauptausschuss und im Wirtschafts- und Finanzausschuss, der sich als letztes Gremium vor der Stadtratsentscheidung gestern Abend mit dem Thema befasste, sind mehrheitlich positiv.

Großer Aufwand für Kandidaten-Suche

Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) bestätigte die Personalie. Mit neun Ja-Stimmen bei einer Enthaltung habe der SWG-Aufsichtsrat bereits am 26. Februar für Schneevoigt gestimmt, sagte Wolf, der dem Gremium vorsteht. Vorangegangen war ein mehrstufiges Auswahlverfahren. Um aus den über zehn Bewerbern den passenden herauszufiltern, gründete man eine neunköpfige Findungskommission, zu der neben Vertretern aller Stadtratsfraktionen und des Betriebsrats auch Rüger, Bürgermeisterin Kristin Moos, er und ein Berater der Thüringer Immobilienwirtschaft gehörte. „Das war eine sehr konstruktive Zusammenarbeit, so wie ich sie mir öfter wünschen würde“, lobte der OB das Auswahlverfahren.

Ursprünglicher Favorit fiel durch

Dazu war es allerdings erst durch einen Eklat gekommen. Denn ursprünglich hatten er und Rüger mit dem kaufmännischen Leiter der Energie- und Wasserversorgung Altenburg, Uwe Pittroff, einen anderen Favoriten. Den hatte der Stadtrat aber im September 2017 in einem nicht öffentlichen Teil voller Verbalentgleisungen durchfallen lassen. Das war aber eher Retourkutsche für Wolfs Alleingänge als Ablehnung gegenüber Pittroff. Ein Kapitel, das der OB ruhen lassen und lieber nach vorn schauen will: „Der neue Geschäftsführer hat einen sehr großen Rückhalt, muss aber auch hohe Erwartungen erfüllen. Jetzt ist der Souverän dran.“

Von Thomas Haegeler

Zu schnelles Fahren konnte am Mittwoch seit 6 Uhr schnell teuer werden: Thüringen beteiligte sich am sogenannten „Speedmarathon“ und stellte an bis zu 100 Kontrollorten an den Straßen sogenannte Blitzer auf. Auch im Altenburger Land wurden Temposünder ins Visier genommen.

19.04.2018

Mit dem Gang von Altkirchen und Drogen nach Schmölln, verliert die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Altenburger Land mehr als 1000 Einwohner. Damit wäre die Verwaltung der Rest-VG kaum mehr bezahlbar. Die Kommunen würden deshalb gern in die VG Rositz wechseln, um nicht von Altenburg geschluckt zu werden. Innenministerium hält dies für möglich.

22.04.2018
Altenburg Dienstaufsichtsbeschwerde - FDP wirft Sojka schweren Verstoß vor

Anderthalb Wochen vor der Stichwahl ist Landrätin Michaele Sojka (Linke) mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde konfrontiert. Eingelegt wurde diese am Mittwoch bei der Kommunalaufsicht vom FDP-Kreisverband, wie die Freien Demokraten mitteilten.

18.04.2018