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Altenburg Macher des Altenburger Jugendcafés glätten die Wogen
Region Altenburg Macher des Altenburger Jugendcafés glätten die Wogen
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06:24 10.01.2020
Seit Eröffnung im Sommer gab es bereits mehrere Parties im „Jucé“ – hier eine Archivaufnahme. Bislang blieb alles ruhig. Quelle: Valentin Rühlmann
Altenburg

Es war eine Meldung, die in den vergangenen Tagen für reichlich Gesprächsstoff in Altenburg und den sozialen Netzwerken sorgte: In der Nacht zum vergangenen Samstag war die Polizei in die Friedrich-Ebert-Straße gerufen worden. Bei einer Party im dortigen Jugendcafé „Jucé“ war es laut Polizeimeldung zu Sachbeschädigungen in nahen Büroräumen gekommen. Auch habe eine stark alkoholisierte 20-Jährige versucht, auf schlichtende Beamte einzuschlagen.

Brandschutz verhindert gründlichere Absperrung

Eine Darstellung, die bei den Verantwortlichen des „Jucé“ für Unmut sorgt. Im Gegensatz zu umlaufenden Gerüchten und Mutmaßungen, betont Party-Mitveranstalter Marius Neinert gegenüber der OVZ, sei die Situation zu keinem Zeitpunkt eskaliert. Viele Besucher hätten von den Vorfällen sogar überhaupt nichts mitbekommen.

Richtig sei, dass sich einige Gäste im Nachbargebäude in Büroräumen zu schaffen gemacht, dabei auch Sachbeschädigungen begangen hätten. Von Anfang an habe man dafür gesorgt, dass der betreffende Bereich abgesperrt gewesen sei und nur die im Erdgeschoss untergebrachten Toiletten zugänglich sein sollten. „Dazu konnten wir unter anderem aus Brandschutzgründen leider nicht wie zunächst geplant Paletten verwenden, sondern mussten Absperrband spannen“, erklärt Neinert. Davon hätten sich einige wenige Besucher allerdings leider nicht abhalten lassen.

Ausgeleerte Papierkörbe, umgestürzte Blumenkübel

In der Folge seien in den Räumlichkeiten Behälter mit geschreddertem Papier entleert, Schubkästen ausgekippt und Blumenkübel umgestoßen worden. „Den allergrößten Teil der Schäden konnten wir, nachdem wir davon erfahren haben, im Zuge des Aufräumens direkt wieder beheben.“ Allerdings seien auch einige in einem Büroraum gelagerte Pakete geöffnet worden und derzeit noch unklar, ob und was genau an Inhalt fehle. Das erkläre auch die polizeilichen Ermittlungen, die im Zuge der Sachbeschädigung eingeleitet wurden.

Streit außerhalb der eigentlichen Party

Was die Auseinandersetzung anbelange, so seien vor dem Gebäude zwei Partygäste lautstark in Streit geraten – allerdings außerhalb des unmittelbaren Einflussbereiches der „Jucé“-Betreiber, die für den Abend sogar extra Ordner abgestellt hatten. „Unser Ziel ist es immer, für alle Gäste einen sicheren Rahmen zu schaffen. Leider lässt sich nicht immer ausschließen, dass in großen Gruppen auch Personen dabei sind, die sich nicht im Griff haben. Das war hier leider der Fall.“

Verein will Konsequenzen beraten

Ungeachtet der Vorfälle sei das überwiegende Feedback der Besucher positiv ausgefallen, so Neinert. „Viele Gäste haben uns ausdrücklich gelobt, dass wir solche Veranstaltungen und so ein Angebot möglich machen.“ Da sei es doppelt ärgerlich, dass das Fehlverhalten einiger Weniger im Nachgang „hochdramatisiert“ worden sei.

Trotzdem, betont er, werde man die Sache damit nicht auf sich beruhen lassen. Am Wochenende will der Trägerverein des Jugendcafés die Vorkommnisse auswerten – und auch über etwaige Konsequenzen beraten.

Von Bastian Fischer

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