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Altenburg Märchenhafte Forschung in Altenburg
Region Altenburg Märchenhafte Forschung in Altenburg
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08:03 01.09.2019
Das Experimentieren mit Safran geht auch 2019 weiter. Diesmal wird unter anderem getestet, wie Safran mit Kompost aus menschlichen Fäkalien klar kommt. Quelle: Jörg Reuter
Altenburg

Ein wenig klingt der aktuelle Versuch auf den Safranbeeten in Altenburg nach Rumpelstilzchen. Nur, dass der kleine Mann im Märchen aus Stroh Gold spinnt. Doch gelingt es, den Safrananbau hierzulande zu etablieren, inklusive marktfähiger Preise, dann wäre das Gold wert. Doch es gibt gute Argumente dafür, das für ein Märchen zu halten. Denn eines steht fest: Kommerziell im Altenburger Land produzierter Safran wird niemals am unter Ende der Preisskala den Markt erobern, sondern als hochpreisiges Produkt um Anteile kämpfen müssen.

Realitätsschub für Märchen

OVZ-Autor Jörg Reuter. Quelle: Mario Jahn

Es ist eine Milchmädchenrechnung zu glauben, dass der Anbau des teuersten Gewürzes der Welt hier große Gewinnspannen birgt. Doch mit dieser Idee sind Leipziger Forscher gekommen, die in Zukunft Abnehmer für sehr teuren Dünger suchen. Nicht zuletzt, um dem Märchen vom umweltfreundlichen Ökoklo etwas Realität zu verleihen. Denn noch bedeutet die Kompost-Festival-Toilette, dass massenhaft Sondermüll produziert wird, der dem CO2-Verringern zum Trotz verbrannt werden muss.

Projekt schließt an Forschertradition an

Die Forschungskooperation der Leipziger und Altenburg ist dennoch erfreulich. Und es ist auch richtig, deswegen fließen viele Steuergelder, um belastbare Daten zu sammeln, ob sich Safrananbau hierzulande lohnt. Ebenfalls spricht nichts dagegen zu erforschen und zu testen, ob menschliche Fäkalien als Dünger eingesetzt werden können. Dass solche Grundlagenforschung in Altenburg stattfindet, ist um so schöner, da sie an die lange naturforschende Tradition der Stadt anknüpft, obwohl es heute leider keine Hochschule in Altenburg gibt.

altenburg.redaktion@lvz.de

Von Jörg Reuter

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