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Altenburg Malteser starten Spenden-Aktion – Stiftung verdoppelt Beträge
Region Altenburg Malteser starten Spenden-Aktion – Stiftung verdoppelt Beträge
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19:57 17.09.2019
Friederike Schumann (l.) von der Malteser-Zentrale in Dresden und Nadine Körner, Koordinatorin des Kinderhospizdienstes, starten die Spenden-Aktion. Quelle: Foto: Jens Rosenkranz
Altenburg

Die Malteser bauen in Altenburg seit einiger Zeit einen ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst auf. Er begleitet Familien, in denen ein Kind lebensverkürzend erkrankt ist. Allerdings ist dies ein umfangreiches und auch kostenintensives Vorhaben. Vor allem muss ein Team aus ehrenamtlichen Begleitern aufgestellt und ausgebildet werden, die sich um die Familien kümmern.

Für den Aufbau des Dienstes und die Ausbildung starteten die Malteser am Montag eine Spendenaktion, für die sie die Unterstützung der Bethe-Stiftung gewinnen konnten. Dadurch wird jede Spende, egal von wem, verdoppelt. Benötigt werden 6000 Euro. Die Aktion läuft bis zum 15. Dezember und wird von weiteren Veranstaltungen begleitet, so unter anderem von einem Benefizkonzert und einer Lesung.

Begleiter-Lehrgang hat bereits begonnen

In den nächsten zwei Jahren wollen die Malteser 14 Begleiter ausbilden. Fünf von ihnen haben einen neunmonatigen Lehrgang bereits begonnen, ein weiterer Kurs startet im Februar. Für diesen werden noch Teilnehmer gesucht. Eine ausreichende Anzahl ausgebildeter Begleiter ist eine wesentliche Voraussetzung, damit der ambulante Hospizdienst von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. Eine weitere Bedingung ist, dass der Kinder- und Jugendhospizdienst bereits etabliert sein muss. „Ziel ist es, in zwei Jahren alle Anfragen zu bedienen“, erklärt Nadine Körner, die in Altenburg den Dienst koordiniert.

Ambulante Hilfe wird bereits geleistet

Um einige Fälle können sich die Malteser aber schon jetzt kümmern. Dabei handelt es sich um drei Familien in Altenburg, Schmölln und Ponitz, wo Kinder lebensverkürzend erkrankt sind. Daneben werden in Gößnitz und Niederhain Kinder begleitet, die ein Elternteil verloren haben. In Meuselwitz stehen die Malteser einer Familie mit einem Vierjährigen zur Seite, der seinen Zwillingsbruder verloren hat.

Alle anderen Familien werden von ambulanten Hospizdiensten betreut, die außerhalb des Altenburger Landes angesiedelt sind, so zum Beispiel in Chemnitz, Leipzig oder Jena. Sie möchten sich natürlich auf ihre Einzugsgebiete konzentrieren, weshalb der Aufbau eines eigenen Hospizdienstes für Kinder in der Region so drängt. Vor 14 Jahren nahm der ambulante Hospizdienst der Malteser in Altenburg seine Arbeit auf. „Der Bedarf ist seitdem stetig gewachsen, vor allem bei Kindern“, resümiert Nadine Körner.

Einzugsgebiet umfasst ganz Ostthüringen

Allerdings werden sich die Malteser von der Skatstadt aus nicht allein auf das Altenburger Land konzentrieren, wenn es um Kinder geht. Der ambulante Dienst erstreckt sich auch auf den Kreis Greiz, die Stadt Gera und Teile des Saale-Holzland-Kreises. „Wir schließen damit eine Lücke“, sagt Nadine Körner.

Gespendet werden kann bis zum15. Dezember an den: Malteser Hilfsdienst, IBAN: DE26 3706 0120 1201 2260 11, Kennwort: Verdopplungsaktion Ambulanter Kinderhospizdienst.

Von Jens Rosenkranz

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