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Altenburg Meuselwitzer Abiturienten wappnen sich für Zukunft
Region Altenburg Meuselwitzer Abiturienten wappnen sich für Zukunft
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18:00 08.07.2016
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Meuselwitz

Was für ein Gefühl: Nach zwölf Jahren Schule haben auch die Abiturienten des Meuselwitzer Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasiums in diesem Sommer drei Monate Ferien. Die Zeit zwischen der Zeugnisausgabe im Juni und dem Beginn des Studiums oder der Ausbildung im Oktober ist lang. Natürlich stand erst mal die Abschlussfahrt mit den Klassenkameraden auf dem Programm, um das bestandene Abitur zu feiern und sich zu verabschieden – die Reiseziele lauteten Amsterdam und Lloret de Mar. Urlaub mit der Familie oder Freunden darf auch nicht fehlen, um die Akkus wieder aufzuladen.

Doch die jungen Erwachsenen haben auch ihre Zukunft im Blick und versuchen sich bestmöglich auf den anstehenden Berufsalltag vorzubereiten – etwa mit einem Praktikum oder einem Ferienjob bei Unternehmen der Region. Vivian Böhm gehört zu denen, die sich eine solche Tätigkeit gesucht haben. Für sie stand schon lange fest, dass sie als Grundschullehrerin arbeiten möchte. Einen Teil ihrer freien Zeit nutzte sie also, um ein Praktikum an der Grundschule Meuselwitz zu absolvieren und sich von den „Kollegen“ wertvolle Tipps zu holen. Sie unterstützte nach dem Abitur zwei Wochen lang die Klassenlehrerin der 2. Klasse und konnte so einen Einblick in den Beruf bekommen. „Die Arbeit mit den Kindern bereitet mir viel Freude“, berichtet die 18-Jährige.

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Einige Abiturienten wissen indes noch nicht, welchen Weg sie einschlagen werden. Um das herauszufinden, hat Danny Kramer ein Praktikum bei der Firma Neue Zahnradwerk Leipzig gemacht und sich als Zerspanungsmechaniker und Wärmemechaniker ausprobiert. Zwar war es für ihn sehr ungewohnt, acht Stunden in einem Betrieb zu arbeiten, doch das Praktikum hat ihm seine Berufswahl erleichtert und ihm zu einem Ausbildungsplatz verholfen.

Einen Ferienjob im Restaurant und Eiscafé „Da Papu“ in Meuselwitz hat sich Jenny List ergattert. Sie arbeitet täglich zwei Stunden am Nachmittag an der Eistheke als Bedienung und füllt so ihre Urlaubskasse auf, bevor sie im September ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Altenburg beginnt.

Eine ehrenamtliche Tätigkeit hat sich Maria Lindner gewählt. In ihrem Groitzsch-Lucka-Volleyballclub trainiert sie die U12-Mädchenmannschaft. Ihr Ziel ist es, Erfahrungen als Volleyballtrainerin zu sammeln und ihren Verein zu unterstützen.

Neben den Arbeitstagen bleibt jedoch genügend Zeit, um am See zu entspannen, auf Festivals zu gehen, Freunde zu treffen und die Ferien zu genießen, bevor die nächsten Aufgaben in Angriff genommen werden.

Von Lisa Gerth