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Altenburg Meuselwitzer Bürgermeister fordert Diskussion über neuen Kindergarten
Region Altenburg Meuselwitzer Bürgermeister fordert Diskussion über neuen Kindergarten
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14:48 22.11.2018
So wie hier in einem Mumsdorfer Gebäude das Grundwasser schon lange abgepumpt werden muss, stellt dieses Problem seit Jahren auch für den örtlichen Kindergarten eine Gefahr dar. Quelle: Mario Jahn
Meuselwitz

Völlig überraschend hat der Meuselwitzer Bürgermeister den Neubau eines Kindergartens ins Spiel gebracht. Auf einer Einwohnerversammlung am Dienstagabend in der Orangerie sprach sich Udo Pick (BfM) dafür aus, über eine solche neue Einrichtung zu sprechen. Vor allem das Angebot an Krippen-, aber ebenso bei normalen Kita-Plätzen müsse perspektivisch erweitert werden, auch damit Meuselwitz für junge Familien weiterhin attraktiv bleibe. In den vorhandenen sechs Kindergärten sei eine Erhöhung der Plätze aber nicht möglich, sagte der Bürgermeister.

Sinkende Geburtenzahlen

Den Grund, warum ein Neubau nötig sei, blieb Pick in seiner Rede zunächst schuldig. Auf Nachfrage eines Bürgers sagte er, dass es sein könne, „dass mal Plätze fehlen“. Die zurückgehenden Geburtenzahlen belegen das freilich nicht. 2015 kamen 69 Kinder an der Schnauder auf die Welt, ein Jahr später 60, 2017 waren es 54.

Erst Picks Amtsleiterin Denise Zeuke lieferte zwei Gründe. Der wichtigste: Die Kita Mumsdorf ist seit Jahren von ansteigendem Grundwasser bedroht, verschuldet durch den Braunkohleabbau. Etliche Tagebaue der Umgebung hatten zu einem Absenken des Grundwasserspiegels geführt, der seit Jahren seine ursprüngliche Höhe nach und nach wieder erreicht und den Baugrund offensichtlich aufweicht. Deshalb war es schon 2002 zu Rissen in Putz und Mauerwerk des Kindergartens gekommen, die sich in den Jahren danach noch verstärkten (die OVZ berichtete).

Baugrundsicherung vorgeschlagen

Gutachter schlugen als Sanierungsvariante eine vier Meter in die Tiefe reichende Baugrund-Stabilisierung vor. Auch das Landratsamt hatte der Stadt 2009 eine Baugrundverbesserung durch eine Vermörtelung nahe gelegt. Das Rathaus sah sich vor allem aus finanziellen Gründen außerstande, dem nachzukommen, und schiebt dieses Problem nun seit rund 16 Jahren vor sich her.

Denise Zeukes Worten zufolge würde die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft für eine solche Sicherung sogar rund 182 000 Euro zur Verfügung stellen. Fachleute hätten jedoch davor gewarnt, da bei einer Baugrundsicherung das gesamte Gebäude richtig Schaden nehmen könnte. Allerdings könnte man das Geld auch für einen Neubau einsetzen.

55 Plätze könnten fehlen

Zweites Problem seien jene 22 Kinder, die derzeit von Eltern in Kitas außerhalb der Stadt untergebracht würden. Falls sich diese wieder nach Meuselwitz orientieren und die 33 Plätze in Mumsdorf irgendwann fehlten, habe man dann wirklich ein Problem, sagte Zeuke.

SPD-Stadtrat Eberhard Hanisch schlug zur Versammlung vor, über eine Umnutzung des Schüler-Jugend-Freizeitzentrums zur Kita nachzudenken. Dafür liege sogar die Bereitschaft der Johanniter vor. Der Bürgermeister räumte ein, dass es für einen solchen Vorschlag keinerlei Pläne im Rathaus gebe.

Von Jens Rosenkranz

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