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Altenburg Meuselwitzer Bushaltestellen werden teurer als geplant
Region Altenburg Meuselwitzer Bushaltestellen werden teurer als geplant
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14:42 05.05.2019
In der Zeitzer Straße in Meuselwitz werden Bushaltestellen ausgebaut.
In der Zeitzer Straße in Meuselwitz werden Bushaltestellen ausgebaut. Quelle: Foto: Mario Jahn
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Meuselwitz

Die Stadt Meuselwitz muss für den behindertengerechten Ausbau von Bushaltestellen tiefer in die Tasche greifen als zunächst gedacht. Zur jüngsten Sitzung machte der Stadtrat den Weg für die notwendige Auftragserweiterung für zwei je beidseitige Haltestellen in der Zeitzer Straße frei.

Großteil der Kosten ist förderfähig

Insgesamt, bilanzierte Bauamtsmitarbeiterin Kathrin Seifert vor den anwesenden Ratsmitgliedern, fielen Mehrkosten von 27 461 Euro an. Die gesamte Summe sei indes förderfähig und auch bereits vom zuständigen Landesamt für Bau und Verkehr bewilligt, so dass aufs Stadtsäckel der Schnauderstadt noch 5492 Euro zukommen.

Konkret verteilen sich die Mehrkosten für die Arbeiten an den Haltestellen Höhe Friedensallee, Geschwister-Scholl-Straße, Bismarck Ring und Ärztehaus auf drei Nachträge. So habe etwa der zuständige Fachdienst Straßenverkehr im Landratsamt für den Bereich Friedensallee eine Ampelregelung angemahnt, an der Geschwister-Scholl-Straße musste ein Notweg für Fußgänger eingerichtet werden. Rund 10 000 Euro seien hierfür zusätzlich angefallen, so Seifert.

Mehrausgaben waren unumgänglich

Mit etwa 7000 Euro zusätzlich schlagen daneben die Tragfähigkeitsnachweise für geänderte Asphaltierungsarbeiten zu Buche. Da sichergestellt werden müsse, dass die Straße die zusätzliche Belastung durch an- und abfahrende Busse aushalte, habe eine belastbarere und widerstandsfähigere Asphaltdecke aufgebracht werden müssen. Ohne Nachweise, betonte Seifert, hätte man die ausführende Baufirma von jeglichen Gewährleistungsansprüchen frei gesprochen.

Noch einmal rund 9800 Euro sind für den dritten Nachtrag veranschlagt. Die Summe sei durch die im Bereich Bismarck Ring und Ärztehaus notwendige Einrichtung einer Bedarfsampel für Fußgänger sowie einer 3-Phasen-Ampel für den fließenden Verkehr zusammen gekommen, erklärte Seifert. Daneben seien zudem weitere 545 Euro für zwei im Zuge der Baufeldfreimachung gefällte Bäume angefallen. Die Arbeiten hätten durch die städtische Gärtnerei durchgeführt, die Kosten so gering gehalten werden können.

Stadtrat stimmt zu, Baustelle mit Verzögerung

Generell, betonte Kathrin Seifert gegenüber den Stadträten und auf OVZ-Nachfrage, könne man ausdrücklich nicht von Planungsfehlern sprechen. „Wenn es solche gegeben hätte, wären die Nachträge niemals durch die Förderstelle genehmigt worden.“ Die zusätzlichen Ausgaben seien jedoch unumgänglich gewesen, da die Arbeiten bereits im vergangenen Jahr begonnen wurden und darüber hinaus zwingend notwendig seien, um die gesetzlich vorgeschriebene vollständige Barrierefreiheit im ÖPNV bis 2022 in Meuselwitz herstellen zu können.

Eine Argumentation, der auch die Mehrheit der Stadträte folgen wollte. Bei zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen wurden die Mehrausgaben mehrheitlich angenommen. Die zusätzlichen Mittel werden nun in den nach wie vor offenen Haushalt für 2019 eingearbeitet.

Ungeachtet der Zustimmung wirkte sich die offene Finanzierung in der Zwischenzeit auch auf den Zeitplan der Baustelle aus. So hatten die Arbeiten seit dem 8. April geruht. Die Folge: Statt wie bisher geplant Ende Mai dürfte die Baustelle nun spätestens Ende Juni beendet sein, so Seifert.

Von Bastian Fischer

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