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Altenburg Meuselwitzer Ortsvereinschef kehrt SPD den Rücken
Region Altenburg Meuselwitzer Ortsvereinschef kehrt SPD den Rücken
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05:05 04.09.2018
Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende der Nordregion, Thomas Eckardt, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt und aus der Partei ausgetreten. Grund sind Absprachen der Sozialdemokraten mit der CDU im Kreistag des Altenburger Landes zu Personalien. Quelle: Mario Jahn
Altenburg/Meuselwitz

Die Wahl von Barbara Golder (CDU) zur ehrenamtlichen Beigeordneten des Altenburger Landes und damit offenbar verbundene Absprachen zwischen Christ- und Sozialdemokraten im Kreistag schlagen weiter hohe Wellen. Nachdem Kreisrat Thomas Reimann (Regionale) deswegen nicht mehr für das Gremium kandidiert, trat nun der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins der Nordregion, Thomas Eckardt, aus der Partei aus. Über seinen Abschied nach 19 Jahren informierte der Meuselwitzer am Sonntag Kreischef Frank Rosenfeld.

Personalien und Machterhalt stehen über Sacharbeit

„Es war kein einfacher Schritt, aber irgendwann reicht’s“, sagte der 41-Jährige, der insgesamt acht Jahre den SPD-Ortsverein geleitet hat und erst im Juni wiedergewählt wurde, zu seiner Entscheidung. Er könne den Bürgern nicht mehr erklären, was die SPD da treibe – weder auf Bundes- noch auf kommunaler Ebene. „Hier werden Personalien und Machterhalt über die Sacharbeit gestellt.“ Die Absprache um Golder und den in den Theater-Aufsichtsrat gewählten Michael Wolf (SPD) sei „der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte“.

Golders Sinneswandel für Eckardt „nicht nachvollziehbar“

„Die Wahl der ehemaligen Bürgermeisterin der Stadt Meuselwitz, Barbara Golder, zur Stellvertreterin des Landrates mit den Stimmen der SPD ist für mich nicht nachvollziehbar“, erklärte Eckardt. „Gerade in Zeiten des Populismus.“ So habe Golder „vor zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen und wegen Amtsmündigkeit“ den Stuhl geräumt. „Jetzt, mit 70 Jahren, fühlt sie sich wieder fit genug, den Landrat im Verhinderungsfall vertreten zu können.“ Zudem sei er überzeugt, dass Altenburgs Ex-OB ohnehin „genug Stimmen“ bekommen hätte. „So eine Vorabsprache ist eines Michael Wolf nicht würdig.“

Ergebnislose Intervention bei Fraktionschef

Er und andere Mitglieder des SPD-Ortsvereins hätten vor der Kreistagssitzung bei Fraktionschef Dirk Schwerd wegen der Personalie Golder interveniert, so Eckardt weiter. „Aber das scheint niemanden interessiert zu haben.“ Diese Politik entspreche nicht seinem sozialdemokratischen Denken. „Und ich bin es leid, andauernd die Ehrlichkeit der handelnden Personen einzufordern.“

Ob der aus noch 14 Mitgliedern bestehende Ortsverband im Norden des Landkreises nach seinem Rücktritt nun zerfällt, wollte Eckardt zumindest „nicht ausschließen“. Weder Schwerd noch Rosenfeld waren am Montag für eine Stellungnahme erreichbar.

Von Thomas Haegeler

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