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Altenburg Museum Burg Posterstein widmet sich dem Forschungsreisenden Anton Goering
Region Altenburg Museum Burg Posterstein widmet sich dem Forschungsreisenden Anton Goering
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19:22 28.08.2019
Aus dem Nachlass Anton Goerings sind zahlreiche Zeichnungen erhalten, von denen viele in der Schau auf Burg Posterstein zu sehen sind. Quelle: Fotos (3): Museum Burg Posterstein
Posterstein

Am kommenden Sonntag wird um 15 Uhr die 4. Ausstellung der Ausstellungsreihe „humboldt4“ der Museen des Altenburger Landes eröffnet.

2019 jährt sich Alexander von Humboldts Geburtstag zum zweihundertfünfzigsten Mal. Der Einfluss des großen Gelehrten reichte bis in die kleinsten deutschen Staaten und Städte. Bürger wie Regenten fühlten sich angespornt, mit der neuen Welt in Austausch zu treten, Sammlungen anzulegen, diese zu erforschen, zu zeichnen und zu publizieren. Die Museen des Altenburger Landes nehmen in einer gemeinsamen Ausstellungsreihe das Leben Humboldts und sein Wirken auf die Region in den Blick. Dabei wird deutlich, dass alles mit allem in einem Zusammenhang steht und trotzdem immer wieder Humboldt den Mittelpunkt bildet.

Handwerkersohn auf Humboldts Spuren

Das Museum Burg Posterstein erinnert ab Sonntag bis zum 17. November in der Ausstellung „humboldt4: Aus Schönhaide nach Südamerika – Der Vogelkundler, Zeichner und Maler Anton Goering“ an Anton Goering (1836–1905), dem als Handwerkersohn aus dem Altenburger Land eine Karriere als Forschungsreisender, Zeichner und Tierpräparator gelang.

Das spätere Mitglied der Zoological Society of London erwarb seine ersten künstlerischen Fertigkeiten in der Kunstschule Bernhard von Lindenaus. Frühe naturwissenschaftliche Anregungen bekam er von Alfred Brehm und den Mitgliedern der Naturforschenden Gesellschaft des Osterlandes. Auf den Spuren Humboldts betrieb er auf Reisen in Südamerika botanische und geografische Studien. Goering leistete einen wichtigen Beitrag zur Erforschung Venezuelas und lieferte auch Illustrationen zu „Brehms Tierleben“.

In Südamerika hielt Goering zahlreiche Eindrücke fest, so etwa das Tierleben am mittleren Orinoco. Quelle: Museum Burg Posterstein

Besuch in berühmten Höhlen

Anton Goerings Südamerika-Aquarelle werden heute auf dem Kunstmarkt zu hohen Preisen gehandelt. Kurz vor Fertigstellung der Ausstellung gelang es, zwei wertvolle Aquarelle Anton Goerings aus dem Archiv des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig für die Ausstellung zu leihen.

Eines dieser Aquarelle zeigt die von Humboldt beschriebene Guácharo-Höhle, die nach ihrem tierischen Bewohner, dem Guácharo, einem nachtaktiven Vogel, benannt ist. In Venezuela besuchte Anton Goering auch Stätten, die sein großes Vorbild Alexander von Humboldt erforscht hatte. Die Guácharo-Höhle besichtigte er im Juni 1867.

Orte, die Humboldt selbst nie sah

In einem Brief nach London schrieb er: „Es machte auf mich einen eigenthümlichen Eindruck, als ich auf derselben Stelle stand, wo der größte Mann der Wissenschaft gestanden. Was mag er gedacht haben, als er die gewaltigen unterirdischen Hallen mit ihren tausendfach gebildeten Stalaktiten sah! Ich zeichnete das sogenannte Quarto precioso, von vier Fackeln beleuchtet, und den prachtvollen Eingang der Höhle, bei dreimaligen Besuchen. Wenn Humboldt damals gehört hätte, daß noch größere Höhlen in der Nähe vorhanden sind, gewiß würde er sich länger in Caripe aufgehalten haben, um dieselben zu besuchen.“

Von Einheimischen geleitet, entdeckte Anton Goering nämlich ganz in der Nähe des Rio Arcacuar zwei Höhlen, die den europäischen Forschern bis dahin unbekannt waren. Eine der Höhlen konnte er betreten und zeichnen. Diese „Cueva Grande“ bei Teresen, Estado Monagas, wird Goering zu Ehren auch „Cueva Anton Goering“ genannt.

Bei seiner Reise besuchte Goering auch Stätten die bereits sein großes Vorbild Humboldt aufgesucht hatte. Quelle: Museum Burg Posterstein

Gerettete Schätze

Im Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig sind Teile einer Sammlung erhalten, die Anton Goering persönlich dem Museum für Länderkunde Leipzig zum Geschenk machte. Ursprünglich umfasste diese über 250 Aquarelle, ein Ölbild, zwei Tagebücher, ein Skizzenbuch und verschiedene Druckgrafiken Goerings. Nach erheblichen Verlusten im Zweiten Weltkrieg gelangten die verblieben Stücke aus dem Museum für Länderkunde ins Archiv für Geografie des Leibniz-Instituts. Heute sind noch zwei Reisetagebücher, ein Skizzenbuch, zwei Aquarelle sowie 92 Druckgrafiken und 36 Autotypen auf Dünndruckpapier erhalten.

Gezeigt werden in der Ausstellung unter anderem die beiden Aquarelle, über 40 Graphiken, die Tagebücher und ein Skizzenbuch von Anton Goering.

Von OVZ

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