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Altenburg Musikschüler bieten in Altenburg weihnachtliche Klänge mit dem „Kleinen Prinz“
Region Altenburg Musikschüler bieten in Altenburg weihnachtliche Klänge mit dem „Kleinen Prinz“
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19:09 10.12.2019
Randvolle Bühne, sehr gut gefüllte Reihen: Zum Weihnachtskonzert der Musikschule Altenburger Land wurde in der Brüderkirche einiges geboten. Quelle: Jacqueline Opitz
Altenburg

Der Besuch zweier Angebote aus dem übervollen Veranstaltungskalender des Altenburger Landes machte wieder einmal bewusst, wie reich der Kreis in musikalischer Hinsicht ist. Da war etwa in der kleinen Gemeinde Dobitschen im proppevollen Saal des ehemaligen Gasthofes ein Gedenkkonzert für den dort 1720 geborenen preußischen Hofkomponisten Johann Friedrich Agricola möglich gemacht worden.

Unter anderem erklang eine seiner Weihnachtskantaten in der Ausführung durch das Gößnitzer Kammerorchester „Collegium instrumentale“. Da ist durch einige der Protagonisten die Verbindung zur Musikschule des Landkreises schnell gegeben. Diese Institution ermöglicht vielen jungen Menschen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, nicht nur zur Weihnachtszeit.

Von Jugendsinfonieorchester bis zum Klarinettenensemble

Sie hatte vergangenen Sonnabend zu ihrem großen Weihnachtskonzert unter dem Motto „Sternstunden der Weihnachtszeit“ geladen. In Vorfreude darauf war die Brüderkirche schon längere Zeit davor ausgebucht. Die Vielfalt des Programmes ermöglichte ein Eintauchen in traditionelle Weihnachtsweisen, das Erleben eines Ballettklassikers, die Reise zu einem Kultfilm und sogar zum Nordpol. Zudem hatten die großen Ensembles der Schule die Möglichkeit, ihr Können eindrucksvoll unter Beweis zu stellen. So das Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Holger Runge, das Gitarrenensemble (Petra Hetzel), das Blockflötenensemble (Karin Beier), das Akkordeonorchester (Werner Osten), das Klarinettenorchester (Matthias Meischner) und das Violoncelloquartett (Karin Böhme). Ein Riesenensemble! Nicht nur jungen Menschen gibt die Musikschule Raum zum Musizieren. Das bewies der Chor der Lebenshilfe mit vertrauten Weihnachtsliedern unter der Leitung von Christine Burger.

„Der kleine Prinz“ als Leitfaden

Diese Vielfalt erforderte natürlich im Ablauf „Umbaupausen“, die professionell und mit der Nutzung des Altarraumes und vor der Orgel optimal gemeistert wurden. Und ein „Kind“ der Musikschule, Anne Maria Schnabel, sorgte mit ihrer einfühlsamen Moderation für die stillen Momente des Nachdenkens. Als Leitfaden hatte sie den „Kleinen Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry ausgewählt.

Darin sind für das Leben Besinnlichkeit, Liebe und Auskosten des Kindseins vorgegeben. Sie wäre nicht Anne Maria Schnabel, wenn sie nicht mit ihrem wohlklingenden Mezzo einige der bekanntesten Weihnachtslieder zum Strahlen gebracht hätte.

„Tanzmäuse“ erstmals mit dabei

Neu in den Angeboten der Musikschule ist die Ballettgruppe unter der Anleitung von Tanzpädagogin Anja Losse. Die „Tanzmäuse“ im Alter von vier bis acht Jahren stellten Ausschnitte aus Tschaikowskis „Nussknacker“ vor und bewegten die Traummelodie zu „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Schade, dass dies durch die einzig möglichen Auftrittsflächen im Mittelgang sowie im vorderen Altarraum nur für wenige Besucher richtig einsehbar war. Gerade für „Aschenbrödel“ hatte Anja Losse eine gelungene Choreographie entwickelt. Auch war es nicht einfach, während des Konzertes die jungen Künstlerinnen ins Publikum zu integrieren.

Wunsch für 2020: Mehr Raum für Solisten

Viel Beifall gab es am Ende des kurzweiligen Programmes, verbunden mit Dankesworten an Landrat Uwe Melzer, die Fördervereine, weitere Sponsoren sowie alle Lehrer und Mitwirkenden. Für 2020 wäre es wünschenswert, auch wieder den solistischen Könnern Auftrittsmöglichkeiten zu geben. Mit dem gemeinsamen Gesang des DDR-Klassikers „Sind die Lichter angezündet“ klang der Nachmittag aus.

Von Frieder Krause

Die Kritik an den Öffnungszeiten des Toilettenwagens, der zum Altenburger Weihnachtsmarkt auf der unteren Marktseite aufgestellt wurde, offenbar Wirkung gezeigt.

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