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Altenburg Musikschul-Wettbewerb: Junge Talente sind oft Familiensache
Region Altenburg Musikschul-Wettbewerb: Junge Talente sind oft Familiensache
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15:13 10.04.2019
Das Preisträgerkonzert der Musikschule Altenburger Land im Landratsamt brachte vielfältige Werke zu Gehör. Rosalie Förster an der Blöckflöte wurde die punktbeste jüngste Teilnehmerin. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Schulwettbewerbe sind außerhalb des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ für alle Musikschüler eine gute Orientierung im eigenen Leistungsstand. Sie dienen auch als Empfehlung beziehungsweise Weiterleitung für diesen und andere Wettbewerbe. Zudem ermöglichen sie verstärkt das Musizieren im Bereich der Kammermusik. Mit ihrer Präsenz und speziell dem Preisträgerkonzert erhöhen sie die Öffentlichkeitswirkung für die Musikschulen in der Region.

Der Altenburger Wettbewerb zeigt dabei bundesweit Besonderheiten. Dies wurde beim Preisträgerkonzert 2019 am vergangenen Sonnabend erneut deutlich. Schulleiterin Gabriele Herrmann sowie Volker Pauli vom Freundeskreis Musikschulteil Altenburg und Rolf Sattler vom Förderverein Musikschulteil Schmölln benannten die Fakten in den Begrüßungsworten und einer launigen Doppelmoderation.

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Starke Unterstützung durch Landkreis und Sponsoren

Da wären die Unterstützung seitens des Landkreises als Träger mit der Bereitstellung des Landschaftssaales sowie von Mitteln für zusätzlichen Unterricht begabter Schüler. Darüber hinaus die starke Stütze in Form der beiden Fördergesellschaften. Pauli und Sattler schilderten die diesjährigen Umwege bei der Anfertigung der Stimmgabeln, außerdem sind sie die Paten der silbernen und bronzenen Plaketten für die Prädikate „Hervorragend“ und „Sehr gut“. Die Reihe weiterer Sponsoren reicht von der Ewa über die Sparkasse Altenburger Land bis zu Gutscheinen vom Theater Altenburg-Gera.

Allen Genannten wurde herzlich gedankt. Aber auch den Lehrern und der Elternschaft. Das angenehme familiäre Klima ist im Schulalltag der Altenburger und Schmöllner wie bei den Konzerten allgegenwärtig. All das ist besonders. Bundesweit einmalig ist jedoch die Verleihung der Silbernen Stimmgabel.

114 Wettbewerbs-Teilnehmer

Am Schulwettbewerb 2019 haben sich 114 Schüler beteiligt. Sie konnten mit „Gut“, „Sehr gut“ und „Hervorragend“ drei Prädikate bei einer Maximalpunktzahl von 25 erringen. Die Besten wurden im Preisträgerkonzert geehrt. Solches kann bei den dargebotenen Leistungen schnell zu einem Auszeichnungsmarathon langweiliger Art ausarten. Dank dem Organisationstalent der Schulleiterin und ihres Teams wurde aber jegliche Ermüdung vermieden.

Aufgelockert wurde die Preisverleihung durch neun vielfältige Musikstücke, die ausnahmslos das hohe Niveau der Musikschüler des Altenburger Landes bestätigten und viel Freude bereiteten. Die Spanne derselben reichte von kleineren Werken wie ein Capriccio, eine Samba oder Tarantella, einem Marsch bis hin zur großen Symphonik. Besonderen Beifall für ihr Können ernteten dabei Samuel Greger an der Gitarre und das Akkordeonquintett.

Hochzeitsmarsch sechshändig

Außerdem Kim Winter. Sie unterstrich mit ihrer Wiedergabe des 2. Satzes aus dem Violinkonzert g-Moll von Max Bruch, dass sie neben den technischen Fähigkeiten auch die geistige Reife für dieselbe mitbringt. Und wann kann man schon einmal den berühmten Hochzeitsmarsch von Mendelssohn-Bartholdy sechshändig erleben? An diesem Konzertnachmittag mit seinen beglückten Preisträgern und ihrem Publikum war dies möglich. Dem aufmerksamen Zuhörer wird nicht entgangen sein, dass es etliche musizierende Geschwister gibt. Familie Förster ist dabei gleich dreimal vertreten.

Kim Winter und das Akkordeonquintett sind folgerichtig für den Bundeswettbewerb delegiert.

Von Frieder Krause