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Altenburg Nach ausführlichen Debatten vertagt Göpfersdorf die meisten Entscheidungen
Region Altenburg Nach ausführlichen Debatten vertagt Göpfersdorf die meisten Entscheidungen
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04:06 12.03.2019
Die Freileitungen in Göpfersdorf plant die Mitnetz in diesem Jahr durch Erdkabel zu ersetzen. Deshalb muss die Gemeinde die Straßenlaternen erneuern. Quelle: Mario Jahn
Göpfersdorf

Zweieinhalb Stunden tagte kürzlich der Gemeinderat von Göpfersdorf. Letztlich kam aber nur ein Beschluss zustande. Und selbst die Verwaltungsvereinbarung mit Nobitz stand einen Monat lang auf der Kippe. Bekanntermaßen wird Göpfersdorf seit der Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Wieratal durch Nobitz verwaltet. Die Kosten muss natürlich – äquivalent zur früheren VG-Umlage – Göpfersdorf tragen. Unter anderem das regelt die Vereinbarung.

Verwaltungskosten sollten sinken

Und weil Nobitz die Aufgaben der VG übernommen hat, zahlt Göpfersdorf fürs Erste Abschläge in Höhe der letzten VG-Umlage. „Aber wieso? Durch die Gebietsreform sollten doch Kosten gespart werden und unsere VG war ja die teuerste von allen. Unsere Kosten müssten doch nun sinken“, rechnete Jörg Schumann (CDU) unzufrieden nach. Weshalb die Frage im Raum stand, die Entscheidung bis zur Klärung zu vertagen. Doch auch mit Abwarten ändert sich erst mal nichts. Denn die genauen Kosten können erst nach Jahresende ermittelt werden, wenn feststeht, wie viele Stunden die Verwaltung für Göpfersdorf tätig war, argumentierte Bürgermeister Klaus Börngen (Heimatverein) überzeugend. Weshalb die Vereinbarung einstimmig den Gemeinderat passierte.

Wasserkosten steigen erheblich

Zu keiner Entscheidung konnte sich der Gemeinderat durchringen, was die neuen Verträge zur kaufmännischen Betreuung der Göpfersdorfer Trinkwasserversorgung und die Abfuhr des Fäkalschlamms betrifft. Seit Jahren betreibt die Gemeinde die Wasserver- und -entsorgung in Eigenregie. Im Bereich der Technik arbeitet Göpfersdorf mit dem Zweckverband Wasserver- und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL) zusammen, was das Kaufmännische betrifft, mit den Stadtwerken Schmölln. Und für den Fäkalschlamm existierte ein Vertrag mit einem Entsorger.

Wie Börngen gegenüber der OVZ erläutert, laufen die Verträge mit den Stadtwerken Schmölln und dem deutschlandweit agierenden Fäkalschlamm-Entsorger aus. Laut Börngen könnten beide Verträge zwar verlängert werden, jedoch mit signifikanten Preissteigerungen. „Die kaufmännische Betreuung würde sich bei den Stadtwerken mehr als verdoppeln.“ Und für die Fäkalschlammabfuhr müssten zukünftig anstatt knapp 31 Euro fast 44 Euro pro Kubikmeter gezahlt werden.

„Darum haben wir uns umgehört, um für die Bürger den günstigsten Preis zu finden.“ Diesen erwarten die Göpfersdorfer momentan beim ZAL. Doch anders als etwa die Energie- und Wasserversorgung Altenburg konnte der ZAL laut Börngen „in der Kürze der Zeit“ noch kein Angebot abgeben. Ohne diese Vergleichszahlen sei aber keine vernünftige Entscheidung möglich, war sich der Gemeinderat einig und verschob den Beschluss. Dazu wird wohl ein extra Gemeinderat einberufen, um nicht zu viel Zeit bis zu einer endgültigen Entscheidung verstreichen zu lassen.

Teure Förderung für Straßenbeleuchtung

Trotz Zeitdruck kamen die Gemeinderäte auch bei der neuen Straßenbeleuchtung für Göpfersdorf nicht weiter. Für dieses Jahr plant die Mitnetz nun die Verlegung von Erdkabeln in Göpfersdorf. Losgehen soll es in den nächsten Wochen. Dann ist auch die Kommune beteiligt, weil mit dem Verschwinden der Strommasten die Halterungen der Straßenlampen wegfallen. Die Kosten für die neue Straßenbeleuchtung könnte mit Geld aus dem Förderprogramm Dorferneuerung kofinanziert werden. „Der Antrag ist gestellt, aber bis jetzt haben wir weder den Zuwendungsbescheid noch die Genehmigung für einen vorzeitigen Maßnahmebeginn.“

Das Problem: Wird gefördert, muss nach DIN gebaut werden. Das heißt unter anderem, alle 40 Meter muss eine Laterne stehen. Etwa 70 000 Euro würde das unterm Strich kosten. Baut die Gemeinde auf eigene Rechnung, kann sie bestimmen, wie viele Lampen in welcher Entfernung gestellt werden. Das könnte erheblich preiswerter werden und möglicherweise weniger kosten als der Eigenanteil bei Förderungen. Ob dem so ist, soll nun erst ein entsprechendes Angebot aufzeigen.

Von Jörg Reuter

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