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Altenburg Nach neun Wochen Bauzeit ist Brücke über den Katzbach wieder frei
Region Altenburg Nach neun Wochen Bauzeit ist Brücke über den Katzbach wieder frei
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09:04 31.05.2019
Bauabnahme der Brücke über den Katzbach in Wilchwitz mit Anja Bräuninger (2.v.l.). Im Vordergrund zwischen den Säulen ist die Löschwasserentnahmestelle. Quelle: Mario Jahn
Wilchwitz

Bauarbeiten können in Deutschland auch schnell gehen. Das bewiesen jetzt die Firma HTS und die Gemeinde Nobitz beim Ersatzneubau der Brücke über den Katzbach im Ortsteil Wilchwitz. Erst Ende März rückten die Arbeiter an, um dann einen Tag vor Himmelfahrt nach rund neun Wochen das fertige Bauwerk für den Verkehr freizugeben. Dabei war das Bauprojekt nahe dem Forstamt in Wilchwitz ein echter Brocken. Auch die Erneuerung von 40 Meter Straße und der Einbau einer Wasserentnahmestelle für die Feuerwehr gehörten zum Programm.

Eine Brücke mit Brunnen

Insgesamt mit Planung hat alles 285 000 Euro gekostet. Die haben wir aber zu 100 Prozent gefördert bekommen, weil das noch zur Beseitigungen der 2013er Flutschäden gehört“, sagte Bauamtsleiterin Anja Bräuninger am Mittwochvormittag am Rande der Bauabnahme.

Schon in den Gesichtern der beteiligten Akteure war zu sehen: Hier scheint nicht nur zügig, sondern auch ordentlich gearbeitet worden zu seien. „Die Zusammenarbeit mit der Firma hat super geklappt“, unterstrich Anja Bräuninger. Lediglich Kleinigkeiten hatte die Amtsleiterin bei der Abnahme anzumerken. So fehlte etwa noch ein Hinweisschild für die Löschwasserentnahmestelle.

Diesen Anschluss zu installieren, sei nicht ganz einfach gewesen, konstatierte HTS-Bauleiter Benjamin Wermke. Denn der Löschwasserspeicher wird hauptsächlich vom Grundwasser gespeist, das heißt, technisch gesehen wurde ein Brunnen gebaut. „Dafür mussten wir aber erst das Grundwasser absenken“, so Wermke. Der hohe Grundwasserstand in Wilch-witz, der eine solche Löschwasserversorgung ermöglicht, habe überhaupt auf die gesamte Baumaßnahme gewirkt, ergänzte Bräuninger und erläuterte, dass insgesamt vier tiefe Gruben an den Eckpunkten des Baufeldes ausgehoben wurden, um für die Zeit der Arbeiten das Grundwasser in den Griff zu bekommen.

Vollsperrung führt zu halber Brücke

Während die alten, beim Hochwasser im Juni 2013 stark in Mitleidenschaft gezogenen Rohre, durch die der Katzbach bis dato die Straße querte, ausgebaut und das neue, elf Meter breite Rahmenprofil eingelassen wurde, war die Straße natürlich voll gesperrt. Wegen dieser Vollsperrung hatte der Gemeinderat im Oktober den Baustart ins Frühjahr verschoben. Wie berichtet, wollte die Baufirma eigentlich die Brücke im November und Dezember angehen. Doch weil es im Winter naturgemäß immer wieder zu witterungsbedingten Verzögerungen kommen kann, aber ein halbes Jahr Sperrung verhindert werden sollte, ging es dementsprechend erst im März los.

Dass während der Bauphase die Brücke dicht war, sei relativ unproblematisch gewesen, befand Bräuninger am Mittwoch. Vor allem weil die Anlieger beide Seiten des Katzbaches einfach über alternative Ruten im Ort erreichen konnten. Einzig die Zuliefer-LKW für die Firma Kelvion konnten nicht die gewohnte Strecke nutzen. „Die mussten wir über die Pleißebrücke lenken. Das Problem war aber, dass diese Tonnage begrenzt ist, weshalb wir dort die Fahrbahnbreite verringert haben, damit sich nicht zufällig zwei Laster auf der Brücke begegnen“, schilderte Bräuninger.

Barken kommen weg, Tonnagebegrenzung kommt wieder

Die Barken würden nun wieder entfernt, so dass zwei PKW aneinander vorbei über die Pleiße die Remsaer Straße befahren können. Aber auch die Tonnagebegrenzung werde wieder angebracht.

Von Jörg Reuter

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