Neue Fuchsbaude in Ehrenhain liegt im Plan, doch es gibt Ärger ums Geld
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Altenburg Neue Fuchsbaude in Ehrenhain liegt im Plan, doch es gibt Ärger ums Geld
Region Altenburg Neue Fuchsbaude in Ehrenhain liegt im Plan, doch es gibt Ärger ums Geld
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13:02 16.05.2020
Die neue Fuchsbaude hat Gestalt angenommen. Unter anderem steht nun das Streichen der Fassade an. Quelle: Mario Jahn
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Ehrenhain

Trotz Corona-Krise wird auch in Ehrenhain in diesen Tagen fleißig gewerkelt: So erhält der Neubau des Gemeindezentrums Fuchsbaude momentan mehr und mehr sein neues Gesicht.

Innenausbau geht zügig voran

„Die Heizungs- und Sanitärarbeiten sind so gut wie abgeschlossen, so dass derzeit die Fliesenarbeiten durchgeführt werden können. Die Elektroinstallationen sind fast fertig gestellt, der Trockenbau ist fast vollständig ausgeführt“, kann der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) zufrieden aufzählen.

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Fliesenleger Schmidt sorgt für schmucke Wände in der neuen Fuchsbaude in Ehrenhain. Quelle: Mario Jahn

Vollzug könne ebenso bei den Dacharbeiten gemeldet werden, auch die Lüftung sei zur Hälfte fertig gestellt, die Zargen der Innentüren wurden eingebaut. Im nächsten Schritt steht nun das Streichen der Fassade an, auch der Bodenbelag für den Innenbereich ist laut Hendrik Läbe bereits ausgewählt und bestellt.

Tauziehen um die Förderung

Trotzdem: Es ist nicht alles eitel Sonnenschein rund um die Baustelle. „Der Fördermittelgeber tut sich unglaublich schwer“, hatte Bauamtsleiterin Anja Bräuninger zur jüngsten Gemeinderatssitzung erklärt. So erkenne das zuständige Thüringer Infrastrukturministerium, aus dessen Töpfen gut 65 Prozent der insgesamt rund 1,7 Millionen Euro teuren Maßnahme fließen, Planungsentwicklungen von der Entwurfsplanung zur Ausführungs- und Vergabeplanung nicht an.

„Dort ist man der Meinung, dass zum Fördermittelantrag eingereichte Leistungen und Kosten auch zwei Jahre später trotz Weiterentwicklung des Vorhabens unumstößlich gelten müssen. Es wird dabei nicht berücksichtigt, dass es sich um einen Planungsprozess handelt“, erläutert Bürgermeister Läbe auf Nachfrage. Die Gemeinde habe Widerspruch gegen die Sichtweise des Ministeriums eingelegt und arbeite daran, eine „einvernehmliche und vor allem fachlich begründete“ Lösung zu finden.

Gesamtverzug hält sich in Grenzen

Durch das zähe Ringen werde sich laut Läbe voraussichtlich die Fertigstellung der Außenanlagen verzögern. Die restlichen Arbeiten allerdings liegen gut im Zeitplan – woran auch die zwangsweise Neuausschreibung der Metallbauarbeiten im vergangenen Herbst nichts ändert. Der Schritt war nötig geworden, nachdem das ursprünglich gewählte Unternehmen Insolvenz anmelden musste. Der daraus entstandene Verzug in allen Gewerken sei durch einen guten Baustart ausgeglichen worden, so der Gemeindechef. Damals habe man beinahe vier Wochen gutgemacht.

Termin für Feier verschiebt sich

Zumindest mit Blick auf das Gebäude selbst dürfte auch der angepeilte Fertigstellungstermin im Spätsommer zu halten sein – auch wenn womöglich nicht alle Inneneinrichtungsgegenstände zum Stichtag vorhanden sind. All zu schwer dürfe das jedoch nicht ins Gewicht fallen: Die geplante Eröffnung zur Ehrenhainer 850-Jahr-Feier in diesem Jahr werde in dieser Form nicht stattfinden, teilt Läbe mit. Angesichts der Corona-Krise habe sich das Festkomitee für eine Verschiebung entschieden. Gefeiert wird nun am 4. und 5. Juni 2021 – und auf die Fuchsbaude dann eben zum 851. Ortsgeburtstag noch einmal nachträglich angestoßen.

Von Bastian Fischer

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