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Altenburg Neue Ideen gegen Lehrermangel im Altenburger Land
Region Altenburg Neue Ideen gegen Lehrermangel im Altenburger Land
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09:23 06.04.2019
Landrat Uwe Melzer begrüßt die Ideen von Linken-Kreisrat Frank Tempel für Maßnahmen gegen den Lehrermangel. Dieser wird und wurde im Altenburger Land von Schüler, Eltern, Pädagogen und Politikern immer wieder kritisiert – etwa bei einer Demonstration im Vorjahr. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Um dem Lehrermangel im Altenburger Land aktiv zu begegnen, hält Landrat Uwe Melzer (CDU) eine Fachkonferenz des Kreistags mit den Schulen des Altenburger Landes für sinnvoll. Eine solche Zusammenkunft sei eine Idee, um zu sehen, was helfen könnte, sagte der 59-Jährige am Mittwoch auf einen entsprechenden Vorschlag von Kreisrat Frank Tempel (Linke). Zugleich betonte Melzer aber die begrenzten Möglichkeiten der Kreisverwaltung. „Wir stehen in sehr intensivem Austausch mit dem Schulamt und sind bestrebt, dass Lehrer an den Schulen sind“, erklärte der Kreischef. „Aber wir stellen keine Lehrer ein.“ Man könne bei bestimmten Dingen im Rahmen der Schulnetzplanung sicher etwas machen. „Aber nur minimal.“ Dennoch unterstütze er Tempels Idee.

Linken-Kreisrat Tempel: Kreis soll selbst aktiv werden

Der frühere Bundestagsabgeordnete der Linken hatte in einer Anfrage im Kreistag zuvor neben einer gemeinsamen Fachkonferenz auch ein gemeinsames Portal von der Kreisverwaltung als Schulträger und den Bildungseinrichtungen angeregt, auf dem sich Lehrer für Stellen speziell im Altenburger Land bewerben können. Außerdem brachte er etwa die Hilfe für Lehrer bei der Wohnungssuche im Kreis ins Spiel, wie das etwa in ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns praktiziert wird. „Der Kreis als Schulträger hat eine Verantwortung“, begründete Tempel seinen Vorstoß. „Wenn er selbst aktiv wird, muss er sich auch nicht nur auf die Landesregierung verlassen, wie immer die auch aussehen mag.“

Hiesige Politiker mit Antworten des Schulamtes unzufrieden

Zuvor hatte Tempel Landrat Melzer zugestimmt, der die Antworten des Schulamts Ostthüringen auf die ursprünglich im August 2018 gestellten Fragen des Kreisrats zur Lehrersituation im Kreis als „nicht befriedigend“ bezeichnet hatte. „Ich halte die Antworten auch für nicht ausreichend“, sagte der Kreisrat mit Bezug auf ein neuerliches Schreiben von Amtsleiter Berthold Rader. „Insbesondere die Information zu Bewerbern für die ausgeschriebenen Stellen fehlt.“ Auch Melzer vermisste in der jüngsten Antwort „wieder das konkrete Bild im Altenburger Land“. Als Beispiel für die Not nannte er einen fehlenden Englischlehrer an der Regelschule Treben. Dort kann der Sprachunterricht nur rudimentär durch die Hilfe von fünf Schulen abgesichert werden.

Von Thomas Haegeler

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