Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Neue Langzeit-Baustelle: Altenburg kündigt Stellplätze in Tiefgarage Jüdengasse
Region Altenburg Neue Langzeit-Baustelle: Altenburg kündigt Stellplätze in Tiefgarage Jüdengasse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:50 12.06.2019
Bis auf Weiteres bleibt die Tiefgarage in der Altenburger Jüdengasse gesperrt. Der Stadt fehlt das Geld, um den Brandschutz wiederherzustellen. Quelle: Mario Jahn
Anzeige
Altenburg

Die Stadt Altenburg hat eine neue Langzeit-Baustelle. Wie die Verwaltung am Mittwoch mitteilte, bleibt die Tiefgarage in der Jüdengasse bis auf Weiteres geschlossen. Eine rasche Wiedereröffnung des vor zwei Monaten wegen Brandschutzmängeln geschlossenen Parkhauses werde es nicht geben, heißt es. Grund: Die Betriebssicherheit der defekten Sprinkleranlage wiederherzustellen würde Monate dauern und rund 260 000 Euro kosten.

Rund 100 Kündigungen wegen Schließung der Tiefgarage

„Aufgrund des baulichen und finanziellen Umfanges ist eine kurzfristige Umsetzung leider nicht möglich“, erklärte Rathaussprecher Christian Bettels, während Oberbürgermeister André Neumann (CDU) betonte, dass die Tiefgarage deswegen nur „vorerst“ geschlossen bleibe. Allerdings schätzt die Stadt die Situation als so problematisch ein, dass sie allen Nutzern die Verträge kündigt. Deswegen gehen jetzt etwa 100 Kündigungen raus. Die dadurch fehlenden Mieteinnahmen betragen etwa 50 000 Euro pro Jahr. So viel kam zumindest 2018 durch die Stellplätze rein. Insgesamt verfügt die Tiefgarage über 125 Parkplätze.

Anzeige

Bewohnerparkausweise oder andere Parkhäuser als Alternative

Nachdem bei einer turnusmäßigen Prüfung im August 2018 der Brandschutz bemängelt worden war, musste die Stadt die 26 Jahre alte Tiefgarage vor Ostern schließen. Als Ausgleich hatte man betroffenen Nutzern erlaubt, befristet bis 30. Juni auf dem Nikolaikirchhof, dem Roßplan und vor dem Goldenen Pflug zu parken. „Bis zu einer Wiederinbetriebnahme, gegebenenfalls schrittweise, haben die bisherigen Nutzer jetzt die Möglichkeit, Bewohnerparkausweise zu beantragen oder andere Parkhäuser in der Stadt zu nutzen“, so Bettels.

Von Thomas Haegeler