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Altenburg Neue Regeln für Altenburger Denkmalpreis?
Region Altenburg Neue Regeln für Altenburger Denkmalpreis?
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19:03 26.06.2018
Die Jury für die Vergabe des Denkmalpreises der Stadt Altenburg unterwegs in der Moritzstraße vor dem späteren Siegerhaus 2016 mit der Hausnummer 6. Weil 2017 nur Fassaden eingereicht wurden, will Jury-Chef Peter Müller (Mitte) nun die Vergaberichtlinien ändern. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Darf es etwas mehr sein? Die im Einzelhandel beliebte Frage lässt sich auch auf den Altenburger Stadtrat übertragen. So stehen auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung (18.30 Uhr, Ratssaal) satte 27 Punkte. Wirklich lang verspricht die Sitzung aber dennoch nicht zu werden. Schließlich geht es vor allem um Jahresabschlüsse der kommunalen Firmen und damit zusammenhängende Formalien sowie um Bebauungspläne, mit denen Kleingartenanlagen langfristig Planungssicherheit bekommen. Zu etwas Besonderem macht das Ganze die Verabschiedung des scheidenden Oberbürgermeisters Michael Wolf (SPD), der seinen Dienst am Sonnabend quittiert.

Diskussionswürdiger Vorschlag zu Reform des Denkmalpreises

Daneben verspricht eine Beschlussvorlage von Pro Altenburg inhaltliche Spannung. Denn die Bürgerbewegung um Peter Müller will damit die Vergabe des Denkmalschutzpreises der Stadt Altenburg reformieren. Die angedachten Änderungen sind klein, könnten aber große Wirkung entfalten. Laut Vorlage soll die Jury künftig die Chance bekommen, zwei Preise zu vergeben. Einen „für vorbildliche Gesamtleistungen“, worunter Rettung, Erhalt, Pflege oder Sicherung eines Kulturdenkmals im Ganzen fällt. Den zweiten gäbe es „für vorbildliche Teilleistungen“, worunter etwa Instandsetzungen von Fassaden oder anderen Bauteilen und handwerkliche Einzelleistungen fallen.

Im Vorjahr nur drei Bewerber – alles Fassaden

Hintergrund des Änderungsvorschlags ist der Fakt, dass es im Vorjahr nur drei Bewerbungen für den Johann-Georg-Hellbrunn-Preis gab, die allesamt nur Fassaden waren. Deshalb tat sich die Jury bei der Vergabe schwer. Auch wenn man sich schließlich auf die Fassade der Kanalstraße 47 einigte, versprach Peter Müller, der als Vorsitzender des Bau- und Stadtentwicklungsausschusses auch der Vergabe-Jury vorsteht, eine entsprechende Änderung anzuschieben.

Demnach bliebe der Hauptpreis mit 2500 Euro dotiert, für den Zweitpreis sollen dann zusätzlich 1000 Euro ausgelobt werden, was die Energie- und Wasserversorgung Altenburg als Sponsor ebenfalls übernehmen würde. Zudem soll es die Möglichkeit geben, „keinen Preis zu vergeben, falls kein Vorschlag eingereicht wurde, der den Vergaberichtlinien entspricht“, heißt es in der Vorlage weiter. In diesem Fall könnte das Geld in eine Art Jackpot gehen, der dann später ausgeschüttet werden könnte.

Volksvertreter sehen Änderungsbedarf, aber mit Bedenken

„Das ist eine absolute Aufwertung des Denkmalpreises, weil mehr Möglichkeiten da sind und so auch mehr Preisträger infrage kommen“, sagt Müller. Ansonsten bliebe die Ausschreibung unverändert. „Es kommen lediglich Sachen hinzu, weshalb sich Pro Altenburg freuen würde, wenn der Stadtrat zustimmt.“

Danach sieht es aber nicht aus. Denn das Echo aus den Fraktionen ist nach einer OVZ-Umfrage zwar durchwachsen, hat aber eine klare Tendenz: Prinzipiell wird der Vorschlag als bedenkenswert angesehen, aber die meisten Volksvertreter finden es ungünstig, die Vergaberichtlinie während der laufenden Bewerbungsfrist zu ändern. Daher will man sich der Sache in Ruhe widmen und die Vergabe gegebenenfalls erst für 2019 ändern. Zurückziehen will Müller die Vorlage jedenfalls nicht. Klingt nach Kampfabstimmung oder Rückverweisung in die Ausschüsse.

Von Thomas Haegeler

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