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Altenburg Neuer Deich in Windischleuba eingeweiht
Region Altenburg Neuer Deich in Windischleuba eingeweiht
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17:52 12.05.2019
Inspektion der Schutzanlage: Die Bewohner von Windischleuba haben ab sofort einen Deich, der die Gemeinde bei Hochwasser schützen soll. Quelle: Mario Jahn
Windischleuba

Nach neun Monaten Bauarbeiten ist es geschafft: Die Hochwasserschutzanlage Windischleuba ist vier Wochen vor der Zeit fertig. Seit 2014 läuft die Planung, im letzten Jahr rollten die Bagger an. Am Freitag weihten Bürger und Projektbeteiligte den Deich ein.

In seinem Grußwort dankte der Präsident des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN), Mario Suckert, ausdrücklich allen beteiligten Unternehmen für die zügige Umsetzung der Planung. Und honorierte die Kooperationsbereitschaft der Genehmigungsbehörde. „Die Plangenehmigung ist ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren, das die privatrechtlichen Regelungen mit den Grundstückseigentümern voraussetzt.“ Auch die Mitarbeit der Bürger bedachte er in seiner Ansprache: „Sie hatten einen wesentlichen Anteil daran, dass das Projekt so schnell realisiert werden konnte. Vielen Dank dafür.“

Zwei Bauabschnitte: einer saniert, der andere neu aufgebaut

790 Meter schützen nun die Gemeinde, die im Juni 2013 schwer vom Hochwasser getroffen wurde. 220 Haupt- und Nebengebäude auf zehn Hektar Fläche fielen damals den Fluten der Pleiße zum Opfer. Etwas weniger als die Hälfte des Schutzwalls ist unter anderem mit einer 2000 Quadratmeter großen Stahlspundwand im Parkbereich und einem Deichverteidigungsweg auf der Krone neu aufgebaut worden. Zudem wurde der Bereich zwischen Mühlgraben und B 7 auf gut 400 Metern mit Viehdrift und Überfahrten in landwirtschaftlichen Flächen saniert. Die zuständige Baufirma regulierte darüber hinaus Deichkrone und Böschungen.

33 Neupflanzungen in der Gemeinde

Insgesamt wurden 7000 Kubikmeter Boden abgetragen und eine Tragschicht aus Schotter auf 1650 Kubikmetern realisiert. Dazu sollen knapp 750 Kubikmeter Rasenfläche den Deich künftig begrünen. Die für die Bauarbeiten entfernten Bäume wurden in der Gemeinde durch 33 neue Pflanzungen ersetzt, darunter Buchen, Eichen und Linden. Zwei gerettete Süntelbuchen bekommen zudem einen neuen Platz. 1,7 Millionen Euro hat das gesamte Projekt gekostet, finanziert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes. Die Gemeinde selbst wurde finanziell nicht belastet.

Um zu erfassen, wie nötig die Arbeiten waren, reicht der Blick zurück auf den Sommer 2013. Damals suchten sich die Wassermassen der Pleiße unbarmherzig ihren Weg ins Windischleubaer Unterdorf, überspülten den Damm und setzten weite Teile des Ortes und die Jugendherberge im historischen Wasserschloss unter Wasser. Eine Katastrophe, die sich nicht wiederholen soll.

Von Lisa Schliep

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