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Altenburg Neuer OB lotet mit Vereinen Perspektiven für den Fußball in Altenburg aus
Region Altenburg Neuer OB lotet mit Vereinen Perspektiven für den Fußball in Altenburg aus
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19:05 16.08.2018
Welche Zukunft hat der höherklassige Fußball bei Motor Altenburg? Darum sorgt sich auch Altenburgs OB. Quelle: Motor Altenburg
Altenburg

In die handfeste Fußball-Krise in der Skatstadt hat sich jetzt auch Oberbürgermeister André Neumann (CDU) eingeschaltet. Wie die OVZ enthüllt hatte, musste der Traditionsvereins erstmals in seiner 66-jährigen Gesichte seine erste Männermannschaft aus dem Spielbetrieb zurückziehen. Auf Initiative von Neumann kamen in dieser Woche Vertreter von vier Altenburger Fußballvereinen im Rathaus zusammen, um über Probleme und vor allem Perspektiven des populären Sports in der Skatstadt zu beraten.

Neumann will sich Überblick verschaffen

Allerdings hatte der OB, der erst seit Juli im Amt ist, sich ohnehin vorgenommen, eine derartige Gesprächs-Initiative zu starten, auch um sich selbst einen Überblick über die aktuelle Situation zu verschaffen. Dass der traditionsreiche Fußballverein Motor Altenburg seine Mannschaft vor wenigen Tagen aus der Landesklasse zurückziehen musste, sei also nicht der Auslöser für die Initiative gewesen. Gleichwohl zeigt die Entscheidung von Motor Altenburg, die allgemein mit Bedauern aufgenommen worden ist, dass es wichtig ist, die Perspektiven für den Fußball in der Skatstadt auszuloten, sagte Neumann am Donnerstag vor der Presse.

Altenburg braucht höherklassigen Fußball

An der Beratung am Runden Tisch nahmen Vertreter von Motor, dem FC , dem SV Einheit und dem SV Lok Altenburg sowie vom Kreissportbund und dem Kreisfußballausschuss teil. Im Verlauf der etwa anderthalbstündigen Zusammenkunft sei deutlich geworden, dass sich die Altenburger Fußballvereine aktuell mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sehen, hieß es in einer vom Rathaus herausgegeben Pressemeldung. Weitgehend Einigkeit herrschte bei der Einschätzung, dass Altenburg wieder eine höherklassig spielende Mannschaft benötige, von der – als eine Art Zugpferd – alle skatstädtischen Fußballvereine profitierten.

Klar wurde in der Beratung aber auch, dass dieses Ziel wohl nicht kurzfristig zu erreichen ist, sondern Ergebnis eines auf Jahre angelegten Prozesses sein muss. An dem Runden Tisch wurden dann auch eine Reihe interessanter Anregungen vorgebracht, wie Altenburgs Fußball wieder in die Offensive kommen kann. So will man zum Beispiel Vertreter aus jenen vergleichbaren Städten einladen, in denen höherklassiger Fußball seit Jahren gelingt.

Schnellschüsse werden abgelehnt

Die Teilnehmer seien sich einig gewesen, dass der Fußball als Aushängenschild für Altenburg nicht funktioniere, wenn alle so weitermachten, wie bisher. Auch Schnellschüsse würden dabei nichts bringen, sagte der Oberbürgermeister.

Auf Nachfrage der OVZ schloss Neumann jedoch aus, dass die Stadt ihr finanzielles Engagement für dieses Ziel verstärken werde. Dieses Forderung sei von den Vereinen auch nicht an ihn herangetragen worden. „Wir haben in Altenburg nicht nur Fußball, sondern eine große Vielfalt an anderen Sportarten, die die Stadt erhalten und stärken müsse. Hinzu komme die Förderung des Ehrenamtes und des Kinder- und Jugendsport im Sinne von attraktiven Freizeitangeboten.

OB: Es muss etwas passieren

Oberbürgermeister Neumann zeigte sich am Ende des Gedankenaustauschs zufrieden. „Alle haben gesehen, dass etwas passieren muss, und erste Ideen sind auf dem Tisch“, so das Stadtoberhaupt. Sein Vorschlag, die begonnene Diskussion am Runden Tisch demnächst fortzusetzen, stieß auf Zustimmung.

Motor-Präsident Thomas Lahr bezeichnete das Treffen als sehr wohltuend. Es sei sehr gut gewesen, dass sich jeder die Standpunkte der anderen Auge in Auge angehört habe und sich dadurch nun Anknüpfungspunkte ergäben. Lösungen könne es zum jetzigen Zeitpunkt freilich noch keine geben. Es sei aber bei allen das Bewusstsein geschärft, dass man über neue Strukturen nachdenken müsse.

Neue Erste spielt in der Kreisklasse

Hauptgrund für die Abmeldung der ersten Mannschaft war Spielermangel gewesen. So gab es in den vergangenen Wochen insgesamt 15 Abmeldungen im Bereich der Landesklasse-Mannschaft – von einst 18 Leuten im Kader der Vorsaison. In den Spielbetrieb startet Motor nun nur noch mit seiner zweiten Mannschaft, als der neuen „Ersten“ – in der Kreisklasse.

Von Jens Rosenkranz

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