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Altenburg Nobitz bekommt eine neue Schule
Region Altenburg Nobitz bekommt eine neue Schule
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09:12 25.11.2018
Mit den Fördermitteln soll unter anderem das Gebäude hinter Schulleiterin Marion Hilgert, Landrat Uwe Melzer, Staatssekretär Klaus Sühl und Bürgermeister Hendrik Läbe (v.l.) abgerissen werden. Quelle: Mario Jahn
Nobitz

Die Sanierung des Schulkomplexes in Nobitz gehört derzeit zu den finanzintensivsten Projekten des Altenburger Landes. Bereits 2015 wurden die ersten Weichen für das 4,9-Millionen-Euro-Projekt gestellt. Mit der Übergabe des Fördermittelbescheides in Höhe von 3,5 Millionen Euro beginnt nun die Phase der Umsetzung des Projektes. Wie Landrat Uwe Melzer (CDU) am Freitag erklärte, ist der Baustart für 2019 vorgesehen. Fertig soll alles 2020 sein.

An den Baufirmen kann es scheitern

„Eher werden wir es sicher nicht schaffen“, sagte der zuständige Fachbereichsleiter im Landratsamt, Bernd Wenzlau. Und selbst das sei anspruchsvoll. Nicht zuletzt, weil große Sorgen bestehen, was die Auftragsvergabe betrifft. „Wir benötigen Firmen, die das Vorhaben umsetzen. Ich hoffe, dass das klappt und die Baupreise im veranschlagten Rahmen bleiben“, so Melzer.

Geplant ist, bei laufendem Betrieb hinter dem Haus drei einen Neubau zu errichten, in dem die Klassenräume sein werden. Dieser wird über einen ebenfalls neuen Verbindungsbau mit Sanitäreinrichtungen an Haus drei angeschlossen. Dieses wird umgebaut und saniert, um da später technische Räume sowie Lehrerzimmer und Sekretariat einzurichten. Das mittlere Gebäude, Haus zwei, wird abgerissen. Das vordere Gebäude, Haus eins, soll voraussichtlich an die Gemeinde Nobitz veräußert werden, die dafür das nötige Land für die Neubauten gibt.

Schulgebäude weisen gravierende Mängel auf

Angesichtes des Zustandes der Häuser sind Sanierung und Teilneubau mehr als dringend. Der Schulkomplex, den aktuell 117 Schüler besuchen, besteht aus drei nicht miteinander verbundenen Gebäuden. Alle würden erhebliche bauliche Mängel aufweisen, hieß es bereits 2015 in der Vorlage für den Kreistag. Es gebe keinen zweiten Fluchtweg, die Breite der Rettungswege sei nicht ausreichend, Elektro- und Heizungsinstallationen seien mangelhaft außerdem gibt es nur in einem Gebäude Sanitäranlagen.

Weiter wurde den Kreistagsmitgliedern am 2. Dezember 2015 in der Vorlage erklärt: Das Gutachten eines beauftragten Architekturbüros weise zudem darauf hin, dass die Einrichtung nicht barrierefrei ist, eine statisch unterbemessene Tragkonstruktionen aufweist, es am Brandschutz fehle sowie Raumgrößen und -höhen ungenügend seien. Dazu komme ein mangelhafter Wärme- und Schallschutz. Was den Kreistag vor drei Jahren veranlasste, die Sanierung samt Um- und Erweiterungsbauten zu beschließen. Im Anschluss wurde mehrere Jahre geplant und die Fördermittel beantragt.

Sichere Zukunft für eine sehr alte Schule

„Für den heutigen Tag haben wir lange gekämpft“, so der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD). Denn die Schule erhöht die Attraktivität des Ortes Nobitz. Dazu komme, dass sie die einzige in den mittlerweile 57 Ortsteilen der Gemeinde ist. Und sie gehört zu den ältesten Schulstandorten im Kreis. Der Grundstein für das Ensemble wurde 1679 gelegt.

Mit der Fördermittelzusage gehe die Entscheidung für den zukünftigen Erhalt dieses Schulstandortes einher, betonte der Staatssekretär im Thüringer Infrastrukturministerium, Klaus Sühl, bei der Übergabe des Fördermittelbescheides.

Von Jörg Reuter

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