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Altenburg Nobitz stellt Gerätewart für Feuerwehr ein
Region Altenburg Nobitz stellt Gerätewart für Feuerwehr ein
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10:08 29.06.2019
Der Mercedes Sprinter wird Dienstwagen des Nobitzer Gerätewarts. Quelle: privat
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Nobitz

Ab August rüstet Nobitz als größte Landgemeinde des Kreises seine Feuerwehr personell auf. Beim Ordnungsamt der Gemeindeverwaltung wurde jetzt eigens eine Stelle geschaffen, die künftig von einem Gerätewart eingenommen wird.

Bislang springt der Bauhof ein

„Damit kommen wir auch einer immer wieder geäußerten Bitte aus den Reihen unserer Feuerwehr nach. Denn bislang liegen die vielfältigen Aufgaben der Gerätewartung bei den freiwilligen Kameraden oder werden von Mitarbeitern des Bauhofes übernommen, die selber in der Regel Mitglieder der Feuerwehr sind. Umgekehrt fehlen die dann uns wieder im Bauhof“, so Hendrik Läbe auf der jüngsten Gemeinderatssitzung am Donnerstag.

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Ohnehin ist ab August vorgesehen, dass dieser neue Nobitzer Berufsfeuerwehrmann sich generell um die Belange der einzelnen Ortsteilwehren kümmert. „Alles in allem ist das ein riesiger Berg von Aufgaben, die eigentlich nur hauptamtlich gelöst werden können“, so der Bürgermeister weiter.

Über 200 Kameraden in 13 Ortsteilwehren

Und Läbe unterlegte das auch mit eindrucksvollen Zahlen: Das Gemeindeterritorium inklusive der mitverwalteten Gemeinde umfasst mittlerweile knapp 146 Quadratkilometer. In 13 Ortsteilwehren sind über 200 Frauen und Männer in den Einsatzabteilungen. Hinzu kommt die Alters- und Ehrenabteilung sowie die 60 Mitglieder starken Jugendwehren.

Eigener Dienstwagen

Ein eigener Dienstwagen ist bereits angeschafft und konnte zur Gemeinderatssitzung schon in Augenschein genommen werden. Günstig hat die Gemeinde einen entsprechend ausgestatteten Kleintransporter vom Typ Mercedes Sprinter erworben, der einst bei der Feuerwehr in Dresden im Dienst war. 6800 Euro hat die Gemeinde für das Fahrzeug mit dem Baujahr 2004 bezahlt.

Es hat neben den knapp 15 Jahren Laufzeit zwar auch einen beachtlichen Tachostand von 188 000 Kilometern. „Er ist in einem Topzustand und hat vor allem Standheizung und weitere technische Zusatzausstattungen, so dass dieses Fahrzeug ein Schnäppchen war“, so Läbe.

Künftig soll das Fahrzeug in Ziegelheim im ehemaligen Bauhof stationiert werden. Dort soll es auch eine eigene Werkstatt für den Gerätewart geben.

Baumwurzeln werden abgefräst

Auch Bauthemen hatte der Gemeinderat auf seiner Tagesordnung. Einstimmig beschlossen wurden Fräsarbeiten in der Gewässerverrohrung am Niederleuptener Wasser an der Remsaer Straße. Damit sollen in das Rohr eingewachsene Wurzeln von Bäumen beseitigt werden, die den Wasserdurchlass behindern und die Staugefahr erhöhen. Eigentlich müsste die Verrohrung gänzlich neu gebaut werden, was aber Kosten von um die 450 000 Euro nach sich gezogen hätte, die die Gemeinde derzeit nicht hat. Das Fräsen hingegen schafft für bis zu zehn Jahren Luft und kostet nur um die 5000 Euro.

Von Jörg Wolf

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