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Altenburg Nobitzer Feuerwehr-Fusion vorbildlich
Region Altenburg Nobitzer Feuerwehr-Fusion vorbildlich
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19:00 30.01.2017
Sven Köhler, Thomas Hermann und Thomas Grünler (v.l.) wurden mit großer Mehrheit als Nobitzer Feuerwehrchefs bestätigt. Quelle: Jörg Wolf
Nobitz

Wenn sich die Nobitzer Feuerwehr zur Jahreshauptversammlung trifft, dann braucht es schon räumlich viel mehr als ein lauschiges Hinterstübchen. Denn die Nobitzer Wehr ist die mit Abstand größte im Landkreis: In zehn Ortsteilwehren versehen 317 Kameradinnen und Kameraden ihren Dienst – 152 davon allein in den jeweiligen Einsatzabteilungen. Deshalb fand die zweite Jahreshauptversammlung der kompletten Wehr mitsamt der Neuwahl von Ortsbrandmeister sowie den beiden Stellvertretern am Freitagabend verständlicherweise in der Nobitzer Mehrzweckhalle statt.

Um eines vorwegzunehmen: Überraschungen gab es bei diesem Urnengang nicht. Mit Thomas Hermann gab es als alten und neuen Ortsbrandmeister nur einen Kandidaten, ebenso wie mit den beiden Stellvertretern Thomas Grünler und Sven Köhler. Alle drei wurden für weitere vier Jahre mit großer Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt.

Es sei schon eine Herausforderung, so eine große Wehr zusammenzuhalten, die sich aus zehn verschiedenen Ortsteilwehren zusammensetzt. „Dass wir dies nach der Fusion mit der Alt-Gemeinde Saara so gut hinbekommen haben, ist das Verdienst aller Mitglieder, die sich aktiv eingebracht haben“, so Hermann.

Und die Erfolgsgeschichte findet auch in der Nachwuchsarbeit ihre Fortsetzung. Hier habe man die Jugendwehren in Lehndorf sowie in Wilchwitz sozusagen zentralisiert. Derzeit erlernen 34 Kinder und Jugendliche in Lehndorf sowie fünf Kinder in Wilchwitz unter der Regie von Steffi Heidel sowie ihrer Mitstreiter das ABC des Feuerwehrwesens. „Es ist uns hier gelungen, etwas Einzigartiges zu schaffen, indem alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, hob Hermann hervor.

Gleiches gelte auch für die Gemeindeverwaltung, die versuche, trotz knapper Kassen die einzelnen Abteilungen bei der Ausstattung mit Technik und Material nach Kräften zu unterstützen. „Bestes Beispiel ist das Hilfeleistungslöschfahrzeug, dass für Lehndorf angeschafft werden soll.

Zu tun hatten die aktiven Kameraden in den Jahren 2015 sowie 2016 auch genug. Thomas Hermann zählte für 2015 insgesamt 62 Einsätze auf, darunter 18 Brand- sowie 44 Hilfeleistungseinsätze. Ruhiger ging es hingegen im Vorjahr zu, als 39 Einsätze aktenkundig wurden, davon 29 Hilfeleistungen. „Wir als Feuerwehr können aber sagen, dass wir zu jeder Tages- und Nachtzeit einsatzbereit waren und immer eine fachgerechte und gute Arbeit abgeliefert haben“, so Hermann.

Ehe es für die Freitagabend anwesenden Kameraden dann den ersehnten stärkenden Schlag Kesselgulasch gab, nutzten auch Gastredner die große Bühne für Grußworte. Das erste gebührte selbstverständlich dem obersten Nobitzer Feuerwehrchef, Bürgermeister Hendrik Läbe: „Die Feuerwehren sind das Rückgrat unserer ländlichen Gemeinschaft. Und so soll es auch künftig bleiben, wenn eines Tages im Zuge der Gebietsreform die Wehren des Wieratales zu uns stoßen“, sagte er.

Und hatte dabei auch jene anwesenden Gäste aus dem Wieratal im Blick, die zur Nobitzer Feuerwehr gekommen waren. Torsten Wirth, zuständiger Kreisbrandmeister aus Ziegelheim, streckte da die Hand weit gen Nobitzer Kameraden aus: „Aus dem Wieratal kämen fünf eigenständige Wehren mit sechs Standorten, zehn Fahrzeugen und rund 100 aktiven Feuerwehrleuten sowie 40 Jugendliche hinzu. Es gilt für alle, dies zusammenzuführen. Möglichst so, wie Nobitz und Saara“

Von Jörg Wolf

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