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Altenburg Noch 217 freie Lehrstellen im Altenburger Land
Region Altenburg Noch 217 freie Lehrstellen im Altenburger Land
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17:52 08.08.2019
Technik hinterm Essen. Azubis in der Lebensmittelindustrie sind längst am 3D-Drucker aktiv. Die Gewerkschaft NGG weist auf freie Ausbildungsplätze in der Branche hin. Quelle: NGG
Altenburg

Azubis gesucht: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres gibt es im Landkreis Altenburger Land aktuell 217 freie Ausbildungsplätze. Damit sind noch 42 Prozent aller gemeldeten Lehrstellen unbesetzt. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Thüringen beruft sich dabei auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Gewerkschafter Jens Löbel appelliert an Schulabgänger, sich auch in der Ernährungsbranche umzusehen: „Vom Süßwarentechnologen bis zur Chemielaborantin – die Lebensmittelindustrie bietet hochtechnische Berufe und viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Im Kreis Altenburger Land haben Firmen jetzt noch 21 freie Plätze für künftige Experten rund ums Essen und Trinken zu vergeben.“

Kaum Probleme, nach Ausbildungsabschluss Stelle zu finden

Die Ernährungsindustrie ist der viertgrößte Industriezweig in Deutschland – und mit rund 1200 Beschäftigten allein im Kreis Altenburger Land ein „wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region“, so Löbel. Nach Einschätzung des NGG-Geschäftsführers dürften gelernte Fachleute künftig kaum Probleme haben, hier eine passende Stelle zu finden.

„Gefragt ist insbesondere die Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Wer das lernt, hat nach der Ausbildung einen soliden Titel in der Hand. Je nach Betrieb können Gesellen eine Spezialisierung etwa für Getränke, Brot- oder Tiefkühlwaren draufsatteln und es bis zum Industriemeister bringen“, erklärt Löbel. Allerdings müssten sich noch viel mehr Betriebe der Branche an Tarifverträge halten, damit neben der Karriere auch Bezahlung und Arbeitszeit stimmten.

Neue Technologien auch in der Ernährungsindustrie

Aber Lebensmitteltechniker seien nicht nur „Experten für Brause, Backfisch oder Bonbons“. In ihrem Berufsfeld schreite auch die Digitalisierung schnell voran. „Künstliche Intelligenz ist in der Ernährungsindustrie längst angekommen und steuert zum Beispiel Abläufe in der Lagerlogistik. Das macht die Jobs nicht nur für Mechatroniker und Computerspezialisten interessant. Die neuen Technologien bieten ganz neue Möglichkeiten – vom Ausprobieren neuer Rezepte bis hin zur App-basierten Kommunikation mit dem Verbraucher“, so Jens Löbel.

Weitere Infos rund um Berufe in der Ernährungsindustrie und offene Ausbildungsplätze vor Ort gibt es auf der „Azubi-Börse“ der Arbeitsagentur: www.berufenet.arbeitsagentur.de

Von ovz

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