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Altenburg OB Wolf für mehr Gastronomie in Altenburger Innenstadt
Region Altenburg OB Wolf für mehr Gastronomie in Altenburger Innenstadt
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05:00 14.02.2017
Ein Prosit auf die Gemütlichkeit: Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf hätte gern mehr Gastronomie in der Innenstadt.
Ein Prosit auf die Gemütlichkeit: Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf hätte gern mehr Gastronomie in der Innenstadt. Quelle: dpa
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Altenburg

Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) hat sich für mehr Gastronomie im Zentrum Altenburgs ausgesprochen. „Die Innenstadt muss damit trumpfen, dass sie eine Erlebnis-Innenstadt ist, dass hier Tourismus, Wohlfühleffekt und Verweilstationen sind, deswegen Marktspielgeräte und Sitzgelegenheiten und deswegen Gastronomie nach vorne“, sagte der Rathauschef auf Nachfrage. Wolle man gepflegt essen gehen, sei die Auswahl begrenzt, weswegen man mehr Vielfalt brauche. „Auch hier macht man nicht zwangsläufig weniger Umsatz, weil ein weiteres Restaurant entsteht. Im Gegenteil, da gibt’s eine Win-win-Situation.“

Darüber hinaus sieht Wolf vor allem in Sachen Imbisse Defizite im Zentrum der Skatstadt. Hier habe man „ein kleines Problem“, erklärte der SPD-Politiker und nannte zugleich einen Grund für den Leerstand. „Es wäre manches im Imbiss-Bereich möglich, wenn man nicht Mietvorstellungen wie in Oberzentren der alten Bundesländer hätte.“ So gebe es Eigentümer, die 17 Euro pro Quadratmeter Miete einnehmen wollen. „Damit sterben viele Träume. Wenn die Mieten moderater wären, könnte man mehr erreichen.“ Dass es funktionieren könne, zeigt das Eiscafé Venezia, in das investiert wurde

Darüber hinaus steht und fällt das Leben in der Innenstadt nicht durch Verkehrsführung und Parkplätze. „Wir haben den Beweis angetreten, dass es daran nicht liegt“, so Wolf weiter. „Es liegt letztendlich an der Kreativität und am Dienstleistungssinn der Händler und Gastronomen. Wer sich Mühe gibt, der ist erfolgreich, und wer sich keine Mühe, der kriegt Probleme.“

Die Zukunft sieht das Stadtoberhaupt daher in einer Verbindung von Erlebnis und Einkaufen. „Wir werden den Trend nicht aufhalten, dass die Menschen immer mehr im Internet bestellen und in die großen Einkaufszentren fahren“, sagte Wolf. „Der Ballungsraum, in dem wir uns befinden, macht die Sache so schwierig.“ Deswegen müsse man eine Alternative bieten. „Hier hat man Provinz im positiven Sinne – eine gemütliche, vielfältige, äußerst charmante, angenehme, kleinstädtische Erlebniseinkaufskultur.“

Von Thomas Haegeler