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Altenburg Orkan knickt am Mittwoch in der Gemeinde Starkenberg Bäume um
Region Altenburg Orkan knickt am Mittwoch in der Gemeinde Starkenberg Bäume um
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16:19 09.08.2018
Dieser rund 30 Zentimeter dicke Ast beschädigte in Kraasa die Telefonfreileitung. Quelle: Jörg Reuter
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Starkenberg/Nobitz/Altenburg

Am Mittwoch wurde das Altenburger Land von Unwetterzellen getroffen. Die größten Schäden verursachte ein lokal begrenzter Orkan in Ortsteilen der Gemeinde Starkenberg. Nach 15 Uhr sei dort das Unwetter aufgezogen. „Etwa eine halbe Stunde später setzte der Regen ein und zeitgleich gingen bei uns die ersten Alarmierungen ein“, so der stellvertretende Ortsbrandmeister von Starkenberg, Stephan Penndorf. Letztlich seien die Ortsteilwehren von Starkenberg, Tegkwitz und Naundorf ausgerückt.

Umgestürzte Bäume, beschädigte Haltestelle

Die insgesamt 18 Kameraden räumten bis in den frühen Abend umgestürzte Bäume aus dem Weg und schafften Äste beiseite. „Unsere Gemeinde hat es voll erwischt. Allein an der Verbindungsstraße zwischen Starkenberg und Naundorf wurden rund 20 Bäume abgeknickt beziehungsweise entwurzelt“, berichtet Penndorf. Darunter auch etliche stattliche Gehölze mit dicken Stämmen.

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Ferner musste ein Baum von der Bushaltestelle in Misselwitz geräumt werden. Außerdem kümmerten sich die Feuerwehrleute bis etwa 17.30 Uhr um durch Windbruch beschädigte Telefonleitungen in Naundorf und Kraasa, wo zeitweise das Telefonieren über Festnetz nicht mehr möglich war.

Aufräumarbeiten werden dauern

Bis nächste Woche wird der Bauhof noch zu tun haben, um die Schäden zu beräumen, so Starkenbergs Vizebürgermeister Werner Kröber. Denn auf einer Vielzahl von privaten und gemeindeeigenen Grundstücken muss nun aufgeräumt werden. „Bei mir lag der ganze Hof voller Dachziegel“, beschreibt Matthias Schleich das Bild in Tanna.

Auf einer Länge von circa zehn Meter habe der Wind das Dach des Musik-Clubs Kuhstall beschädigt. Bei einem Nachbarn im Ort steckte die Krone einer Fichte in dessen Gartenlaube. Und an der Bushaltestelle konnte ein Baum den Naturgewalten nicht standhalten.

Auch in der Nähe von Naundorf entwurzelte der Sturm Bäume. Quelle: Jörg Reuter

Regen löscht Feuer

Durchaus positiv waren derweil die Auswirkungen des Gewitters auf einem Feld zwischen Zehma und Lehndorf. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Einsatzkräfte wegen eines Brandes dorthin gerufen. Als Feuerwehr und Polizei gegen 15.30 Uhr am Einsatzort eintrafen, konnten jedoch keine Flammen mehr gefunden werden.

Diese waren offensichtlich vom einsetzenden Starkregen gelöscht worden. Wie die Polizei weiter informiert, sei aber in diesem Zusammenhang festgestellt worden, dass sich die Schranken am Bahnübergang Zehma nicht mehr öffneten. Der Notfallmanager der Bahn sei informiert worden.

Überspülte Straßen

Laut Auskunft der Gemeindeverwaltung Nobitz seien darüber hinaus kurzzeitig Straßen überspült gewesen. Ebenfalls hätten durch Hagel und Sturm einige Dächer im Gemeindegebiet Schaden genommen, so Ralf Graichen, Chef im Ordnungsamt von Nobitz, auf Anfrage. Was die Kreisstadt betrifft, lägen keine Informationen über Schäden vor, sagte Marcel Schmidt zur OVZ. Der Gewitterguss mit Hagel über Ehrenberg, den Anwohner Heiko Bock im Video festgehalten hat, blieb laut Aussage des Rathaussprechers ohne gravierende Folgen.

Von Jörg Reuter