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Altenburg Ostborussen kämpfen für Dortmund
Region Altenburg Ostborussen kämpfen für Dortmund
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00:25 07.06.2015
Von Frank Prenzel
Unvergesslich: Beim Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV im Oktober 2014 wird die Mannschaft des BVB-Fanclubs Ostborussen als Südtribünenmeister geehrt.
Unvergesslich: Beim Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV im Oktober 2014 wird die Mannschaft des BVB-Fanclubs Ostborussen als Südtribünenmeister geehrt. Quelle: Rolf Töpfer
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Fockendorf

"Es ist für uns eine große Ehre, für Borussia Dortmund an den Start zu gehen", sagt der 25-jährige Julien Spreda, Gründer und führender Kopf der Ostborussen-Elf in einer Person. "Wir freuen uns riesig." Spreda hob die Mannschaft 2012 aus der Taufe, und seitdem beteiligt sie sich Jahr für Jahr an der Südtribünenmeisterschaft der Dortmunder Fanclubs. Am Pfingstwochenende - einen Tag nach dem BVB-Spiel gegen Bremen - liefen die "Fockendorfer" dort zum vierten Mal auf und landeten unter 89 Mannschaften auf Platz 17. Das war zwar etwas enttäuschend, doch im vorigen Jahr wurde die Spreda-Truppe Südtribünenmeister und buchte damit das Ticket für die vom Fernsehsender Sky organisierte Deutsche Fanmeisterschaft 2015. Dort treffen die Männer aus Sachsen und Thüringen morgen in der Vorrunde auf die Fanclub-Teams des VfB Stuttgart, des FC Augsburg, von Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC - allesamt Vertreter von Erstligisten. "Wir fahren als Neuling hin und wissen nicht, was uns qualitativ erwartet. Wir sind aber sportlich eine gute Truppe und wollen viel erreichen", wagt Spreda einen Ausblick.

Alles in allem kämpfen in Essen 26 Fanclub-Teams von Erst- und Zweitligisten um den Pokal. Nur die Gruppensieger schaffen es in die Finalrunde. Gespielt wird laut Spreda auf Kleinfeld zweimal zehn Minuten. Dabei darf jedes Team zehn Akteure auf den Rasen schicken - und die Fockendorfer wissen noch 24 Fans auf den Rängen hinter sich, die heute ebenfalls nach Essen reisen.

Die Mannschaft des 1991 gegründeten Fanclubs, der sich seit 2006 Ostborussen nennt, rekrutiert sich vor allem aus Hobbyfußballern der Landesklasse-Vertreter VfB Zwenkau und FC Bad Lausick. Auch Julien Spreda, der in Groitzsch wohnt, als Servicemonteur seine Brötchen verdient und Vizepräsident des Fanclubs ist, schürt für den VfB Zwenkau die Töppen - ist allerdings derzeit an den FC Bad Lausick ausgeliehen. Komplettiert wird das Team mit je einem Spieler aus Meerane und Gera. "Alle sind seit Jahren Mitglied des Fanclubs", erzählt Spreda. Trainiert wird in der Formation allerdings nicht. "Wir spielen im Jahr drei- bis viermal bei Turnieren", vorwiegend solche, die der BVB organisiert. Von ihrer Traummannschaft wurden die Freizeitkicker für das morgige Turnier auch komplett eingekleidet. "Wir tragen die selben Trikots wie die BVB-Profis", freut sich der 25-Jährige.

Frank Prenzel