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Altenburg Pähnitzer Teichen droht die Austrocknung – Pächter übt Kritik
Region Altenburg Pähnitzer Teichen droht die Austrocknung – Pächter übt Kritik
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05:46 06.06.2019
Die Pähnitzer Teiche trocknen immer mehr aus. Quelle: Wieland Münchow
Windischleuba

Hochsommerliche Temperaturen, blauer Himmel: Was bei so manchem Bewohner des Altenburger Landes für allerbeste Sommerlaune sorgt, treibt anderen derzeit wieder Sorgenfalten auf die Stirn. Denn Hitze und Trockenheit bedeuten gerade für die Wasserflächen im Kreis eine ernste Gefahr.

Bedroht Austrocknung auch Landschaftsschutzgebiet?

So wandten sich gleich mehrere Leser an die OVZ. Ihre Sorge galt den Pähnitzer Teichen, die sich nördlich der B 7 zwischen Windischleuba und Fockendorf erstrecken. Dort, so die Beobachtungen, ist die Wasserfläche inzwischen dramatisch zurückgegangen. Eine Entwicklung, die beunruhigt – nicht zuletzt, da das Areal rund um die Teiche als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist, die entsprechenden Schilder erst kürzlich erneuert wurden, wie etwa Wieland Münchow aus Pähnitz schreibt.

Schilder weisen bei den Pänitzer Teichen ein Landschaftsschutzgebiet aus. Quelle: Mario Jahn

Pächter musste bereits Notabfischung durchführen

Dass die Situation inzwischen durchaus prekär ist, bestätigt Jürgen Etzold, der die beiden Gewässer als Pächter bewirtschaftet. Nachdem bereits der vergangene Rekordsommer für sinkende Pegel gesorgt hatte (OVZ berichtete), sei nun vor allem das westliche Becken nahezu komplett ausgetrocknet, der Pegel im östlichen Teil sinke ebenfalls rasant. „Wenn nicht bald Niederschläge kommen und die hohen Temperaturen weiter anhalten, wird der Teich wohl komplett verschwinden“, schildert er ein mögliches Szenario. Er habe angesichts der Lage bereits eine Notabfischung durchführen müssen, „den Frühjahrsbesatz musste ich komplett wieder entnehmen“.

So wie hier am Zugang zu den Pähnitzer Teichen, das ist die Befürchtung, könnte es womöglich mittelfristig auf der gesamten Fläche aussehen. Quelle: Mario Jahn

Kritik an Nachbarn und dem Fachdienst

Für Frust sorgen bei Etzold vor allem zwei Faktoren: Zum einen habe sich, wie schon im vergangenen Jahr, wieder keine Einigung mit der Fischerei Altenburger Land erzielen lassen, die die höher gelegenen Teiche auf der anderen Seite der B 7 bewirtschaftet. „Es würde helfen, wenn von dort Wasser zu uns herunter geleitet werden könnte“, so Etzold. Bisher trete man hier jedoch auf der Stelle. Zum anderen kritisiert Etzold den zuständigen Fachdienst im Landratsamt. „Wenn in Sachsen ein Landschaftsschutzgebiet derart angegriffen wäre, würde zügig etwas passieren.“ Stattdessen geschehe derzeit nichts – weder auf Behörden- noch auf Gemeindeseite.

Reinboth: Gemeinde würde unterstützen

Der Fachdienst und die Fischerei Altenburger Land waren für eine OVZ-Anfrage zunächst nicht zu erreichen. Zumindest in der Windischleubaer Gemeindeverwaltung ist man etwaiger Hilfe nicht abgeneigt. „Bisher wurde das Problem noch nicht an uns herangetragen. Wir sind aber gerne bereit, im Rahmen unserer Möglichkeiten nach Unterstützungsmöglichkeiten zu suchen“, lässt Bürgermeister Gerd Reinboth (CDU) wissen.

Sorge vor Gülleeinfluss laut Feuerwehr unbegründet

Mit Blick auf einen möglichen Gülleeinfluss in die Gewässer, den OVZ-Leser befürchteten, kann allerdings Entwarnung gegeben werden. „Wir sind vergangene Woche lediglich ausgerückt, um ein Teilstück der Straße von Güllerückständen zu reinigen“, so Windischleubas Feuerwehrchef Holger Naumann. Für die Gewässer habe keine unmittelbare Gefahr bestanden, auch eine etwaige Havarie in der nahen Biogasanlage sei ihm nicht bekannt.

Von Bastian Fischer

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