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Altenburg Pfarrerin und Superintendent wollen Regionalbischof werden
Region Altenburg Pfarrerin und Superintendent wollen Regionalbischof werden
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13:36 27.06.2018
Die Kandidaten: Friederike Spengler und Kristóf Bálint. Quelle: EKM
Gera/Altenburg

Wer übernimmt das Amt des Regionalbischofs für den Propstsprengel Gera-Weimar? Für diese Aufgabe, die die Kirchenkreise Altenburger Land, Apolda-Buttstädt, Eisenberg, Gera, Greiz, Jena, Schleiz und Weimar umfasst, gibt es jetzt zwei Kandidaten. Das teilte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) am Mittwoch mit. Der Bischofswahlausschuss hat die beiden nominiert: Superintendent Kristóf Bálint aus Bad Frankenhausen und Pfarrerin Dr. Friederike Spengler aus Bad Berka.

Auf ihrer Herbsttagung vom 21. bis 24. November in Erfurt wird die Landessynode der EKM das Amt neu besetzen. Der bisherige Regionalbischof, Propst Diethard Kamm, geht zum 30. November in den Ruhestand. Nach der Kirchenverfassung und dem Bischofswahlgesetz der EKM werden Regionalbischöfinnen und Regionalbischöfe, deren Dienstbezeichnung Propst beziehungsweise Pröpstin lautet, für eine Amtszeit von zehn Jahren gewählt. Sie sind für die geistliche und seelsorgerliche Leitung einer Region in der Landeskirche, dem Propstsprengel, verantwortlich. Diethard Kamm wurde im April 2013 in das Amt des Regionalbischofs gewählt, hatte es aber bereits seit 2012 kommissarisch inne. Er ist zugleich Stellvertreter von Landesbischöfin Ilse Junkermann.

Spengler arbeitet im Landeskirchenamt

Dass gleich zwei Personen vom Bischofswahlausschuss vorgeschlagen werden, gehört zum üblichen Prozedere. Friederike Spengler ist aktuell in Erfurt tätig. Seit 2011 arbeitet sie im Landeskirchenamt als Persönliche Referentin der Präsidentin. Sie engagiert sich außerdem als Dozentin, unter anderem an der Trauerakademie Erfurt sowie in der Trauerarbeit für Familien und in der Kinderarbeit. 1968 wurde sie in Leipzig geboren und hat nach ihrem Schulabschluss zunächst als Kinderdiakonin und Psychiatrie-Pflegerin gearbeitet. 1989 schloss sie ein Theologie-Studium in Jena, Marburg und Erfurt an. Danach arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl „Systematische Theologie und Ethik“ an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Promoviert hat sie in Heidelberg. Ihr Vikariat absolvierte sie in Sömmerda, dann war sie als Pfarrerin in Artern und Klettbach sowie als Schulpfarrerin im Kirchenkreis Weimar tätig. Friederike Spengler ist verheiratet und hat drei Kinder.

Bálint ist gebürtiger Ungar

Kristóf Bálint wurde 1965 in Budapest geboren. Er absolvierte nach dem Schulabschluss in Gera zunächst eine Lehre als Koch, danach ließ er sich zum Kinder- und Jugenddiakon ausbilden. Er arbeitete unter anderem als Gemeindediakon in einer Kirchengemeinde in Erfurt sowie als Studienleiter am Pädagogisch-Theologischen Zentrum der Thüringer Landeskirche. Von 1993 bis 1999 schloss sich ein Theologie-Studium in Jena an. Sein Vikariat absolvierte er unter anderem in Ichtershausen, danach war er als Pfarrer in Finsterbergen und Stotternheim tätig.

Seit 2012 ist er Superintendent im Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sondershausen. Er engagiert sich als Mitglied der Landessynode und ist dort Vorsitzender des Ausschusses Kinder, Jugend und Bildung. Darüber hinaus ist er Mitglied der Archivpreis-Jury und der Jury „Familiengerechte Kirchengemeinde“ der EKM. Kristóf Bálint ist verheiratet und hat drei Kinder.

Kandidaten stellen sich vor

Wer die beiden Kandidaten persönlich erleben möchte, hat dazu im September in Gera Gelegenheit, teilt die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland mit. Spengler und Bálint stellen sich im Vorfeld der Landessynode in Gottesdiensten vor: Superintendent Kristóf Bálint am 2. September um 10 Uhr in der Kirche St. Salvator, Pfarrerin Friederike Spengler am 23. September um 10 Uhr in der Kirche St. Johannis.

Von OVZ

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