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Altenburg Pick beantwortet Fragen zur Zipsendorfer Kulturhalle
Region Altenburg Pick beantwortet Fragen zur Zipsendorfer Kulturhalle
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18:19 25.04.2019
Die weitere Sanierung der Zipsendorfer Kulturhalle ist weiterhin unklar. Quelle: Mario Jahn
Meuselwitz

Nein, gänzlich zufrieden konnten die Bergbau- und Heimatfreunde mit der jüngsten Sitzung des Meuselwitzer Stadtrats nicht sein. Mit versteinerter Miene nahmen sie am Mittwoch die Ausführungen von Bürgermeister Udo Pick (BfM) zur Zipsendorfer Kulturhalle zur Kenntnis. Von UWG/SPD-Stadtrat Klaus-Peter Liefländer auf die Tagesordnung gesetzt, hatte der Stadtchef die seit langem offenen Fragen der Zipsendorfer beantwortet (OVZ berichtete). Kleiner waren die Sorgen am Ende jedoch nicht.

Finanzielle Schieflage erschwert Förderung

Denn mittelfristig wird sich in dem imposanten Bau nur wenig tun. Dabei, gab Pick zu, ist der Sanierungsbedarf seit Jahren bekannt, auch ein entsprechendes Konzept sei erarbeitet worden, auf dessen Grundlage mehrfach Fördermittelanträge gestellt wurden. So konnte bereits 2010 für rund 74 000 Euro das Dach saniert sowie 2011 für noch einmal knapp 2800 Euro der Blitzschutz erneuert werden.

2013, berichtete Pick, habe man gar vor einer umfassenden Sanierung gestanden: Über die Städtebauförderung seien rund 550 000 Euro Fördermittel bewilligt worden. Allein, der städtische Eigenanteil war nicht mehr aufzubringen, da sich die Stadt bereits in Haushaltskonsolidierung befand. Auch weitere Anträge, etwa über die Sportstättenförderung, mussten deshalb zurück gezogen werden.

Parkett-Zuschuss ist bewilligt

Immerhin, konnte Pick verkünden, liege seit dem 15. April ein Förderbescheid des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie über 18 000 Euro für die Aufarbeitung des Parketts vor. Die restlichen Mittel für die 22 900 Euro teure Maßnahme würden aus den 4444 Euro Preisgeld des MDR-„Frühlingserwachen“ sowie Eigenmitteln der Stadt gestellt.

Daneben liegt laut Pick auch ein Angebot einer Elektrofirma über 4800 Euro vor, um die überholte Hallenbeleuchtung zu erneuern. Zwecks möglicher Förderung habe man unter anderem die enviaM kontaktiert. „Eine abschließende Antwort liegt noch nicht vor“, teilte er mit.

Bauhaus ist nicht gleich Bauhaus

Wann und in welcher Form darüber hinaus an der Halle gearbeitet wird, ist indes weiter unklar. Und der Sanierungsbedarf ist enorm: Allein für Arbeiten an der noch von 1930 stammenden Elektrik kämen laut Stadt Netto-Kosten von 90 000 Euro zusammen. Hinzu kommen Mittel für Heizung (89 700 Euro), raumlufttechnische Anlagen (39 000 Euro) sowie Wasser, Abwasser und Sanitär (77 200 Euro).

Weitere Hilfe von Fördermittelgebern sei zunächst nicht zu erwarten, erklärte Pick. Eine Förderung im Zuge des derzeit laufenden Bauhausjahres sei nicht möglich. Alle in Meuselwitz dem Bauhaus zugeschriebenen Gebäude seien zwar im entsprechenden Stil gestaltet, aber nicht von Lehrern oder Schülern des Bauhauses entworfen und ausgeführt worden. „Deshalb können diese Objekte nicht über die Bauhausstiftung gefördert werden.“

Verkompliziert, so Pick, werde die Lage zusätzlich durch den Denkmalcharakter der Halle. Würde etwa, wie von den Bergbaufreunden angemahnt, der Elektrohausanschluss erneuert, verlöre die gesamte Elektroinstallation des Gebäudes ihren Bestandsschutz – und müsste zum vollen Preis runderneuert werden.

Pick: Weiteres Gespräch mit Vereinen geplant

Ungeachtet aller Widrigkeiten wisse man indes den Einsatz der Bergbaufreunde sowie der anderen Vereine, nicht nur zum „Frühlingserwachen“, zu schätzen. „Eine finanzielle oder materielle Unterstützung nehmen wir gerne an, wenn diese konkretisiert wird“, betonte Pick. Um die weitere Zusammenarbeit abzusprechen, werde man für den 27. Mai um 16.30 Uhr alle betroffenen Vereine zu einem Abstimmungsgespräch in die Kulturhalle laden. Und auch den 90. Geburtstag des Gebäudes 2020 habe man im Blick. Über etwaige Veranstaltungen wolle man im Kulturausschuss beraten.

Von Bastian Fischer

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