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Altenburg Polizeieinsatz nach Drohung an Altenburger Mäder-Schule
Region Altenburg Polizeieinsatz nach Drohung an Altenburger Mäder-Schule
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14:07 08.11.2019
Seit dem frühen Freitagmorgen läuft ein Polizeieinsatz an der Altenburger Mäder-Schule. Quelle: Kay Würker
Altenburg

Aufsehen am Freitagmorgen an der Altenburger Erich-Mäder-Schule: Seit den frühen Morgenstunden war dort die Polizei mit einem Großaufgebot präsent. Insgesamt acht Einsatzwagen waren rund um das Gebäude postiert, auch Zivilfahrzeuge waren vor Ort. Beamte zeigten auf dem Gelände Präsenz, durchsuchten das Schulgebäude. Auch ein Polizeihund kam laut Augenzeugen zum Einsatz.

Einsatz von langer Hand vorbereitet

„Der Einsatz startete kurz vor dem Unterrichtsbeginn“, bestätigte Katja Ridder, Sprecherin der Landespolizeiinspektion Gera auf OVZ-Anfrage. Und verwies für weitere Angaben zu den Hintergründen auf das Schulamt Ostthüringen in Gera.

Die Polizeipräsenz, erklärte Schulamtsleiter Berthold Rader auf Anfrage, sei von langer Hand vorbereitet worden. Vor etwa zwei Wochen sei eine Drohung schriftlich in der Schule eingegangen. Sinngemäß lautete der Inhalt nach OVZ-Informationen „Ihr seid alle tot“. Umgehend habe man eine Krisensitzung mit Polizei, Schule und Schulamtsvertretern abgehalten. Schließlich habe man sich entschieden, den Unterricht am Freitag wie gewohnt abzuhalten. „Wir wollten damit ein Zeichen setzen“, so Rader. Zum konkreten Inhalt des Drohschreibens und inwieweit der Täter auf den Freitag fokussierte, dazu äußerte sich das Schulamt nicht.

Die Polizei war mit zahlreichen Beamten im Einsatz. Quelle: Mario Jahn

Sicherheit der Schüler hatte oberste Priorität

Um die Sicherheit der Schüler zu gewährleisten, hatte die Polizei seit dem frühen Morgen umfangreiche Kontrollen im Gebäude und auf dem Gelände durchgeführt. Auch die Schüler seien beim Einlass ins Gebäude kontrolliert worden, erklärte Rader. „Eltern und Schüler waren Mitte der Woche über die Situation und den Einsatz informiert worden. Dabei wurde auch auf Verhaltensweisen im Fall einer Amoklage hingewiesen.“ Die abschreckende Außenwirkung durch den Großeinsatz sei beabsichtigt gewesen. „Die Sicherheit der Schüler und Lehrer hatte die ganze Zeit oberste Priorität“, betont Rader.

Eltern kritisieren Informationsstopp

Aus den Reihen der Eltern wird allerdings Kritik laut. „Wir wurden völlig im Unklaren gelassen, was los ist. Wir wurden über die Bedrohungslage überhaupt nicht informiert“, sagte die Elternratsvorsitzende einer Grundschulklasse. Am Mittwoch, also rund eineinhalb Wochen nach Bekanntwerden der Drohung, hätten die Schüler lediglich ein lapidares Infoschreiben mit nach Hause bekommen. „Am Freitag, den 08.11.2019, wird eine erhöhte Polizeipräsenz an unserer Schule zu verzeichnen“, heißt es auf dem Handzettel. „Es wird zu einigen Einschränkungen der freien Bewegung im Gebäude und Gelände kommen.“

Dieses Infoschreiben für die Eltern wurde den Schülern mitgegeben. Quelle: OVZ

Kein Wort über die Ursache. Die Elternsprecherin ist darüber sehr verärgert und aufgewühlt. „Zumal ich als Elternrat ja auch von anderen angesprochen wurde und mich deshalb an die Schule wandte. Aber die Lehrer durften nichts sagen.“ Einige Eltern hätten deshalb ihre Kinder am Freitag zu Hause gelassen.

Täter noch unbekannt

Wer genau die Drohung an die Schule richtete ist derzeit noch unbekannt. Auch ein mögliches Motiv des Schreibers ist unklar.

Von Jörg Wolf, Bastian Fischer, Kay Würker

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