Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Private Bauherren haben Chance auf bis 15 000 Euro
Region Altenburg Private Bauherren haben Chance auf bis 15 000 Euro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 11.12.2017
Die einstige Mühle am Dorfteich Starkenberg gehört zu den Ortsbild prägenden Gebäuden. Aber auch Maßnahmen an weniger exponierten Objekten sind förderfähig. Quelle: Foto: Mario Jahn
Monstab

Mit bis zu 15 000 Euro können sich Immobilieneigner im ländlichen Raum ihre Bauvorhaben in den kommenden sechs Jahren vom Staat bezuschussen lassen. Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass der Bauherr in einer der Ortschaften zu Hause ist, die als Förderschwerpunkt des Programms Dorferneuerung anerkannt sind. Wie berichtet, sind das neben Lödla die Gemeinden Mehna, Monstab und Göhren sowie die Rositzer Ortsteile Molbis und Fichtenhainichen und auch die Gemeinde Starkenberg.

Doch es gibt noch weitere Voraussetzung, die erfüllt sein müssen. Welche, das wird dieser Tage in verschiedenen Bürgerinformationsveranstaltungen in den beteiligten Kommunen erläutert. Eine ganz zentrale Bedingung sei es, dass Haus und Grundstück, in das investiert werden soll, ortsbildprägend ist. So erfuhren es vergangene Woche auch die knapp 30 Bürger, die sich in Monstab informieren ließen. Diese Vorgabe schließt historische Gebäude und Anlagen ein, die vor 1945 errichtet worden sind, aber auch neuere.

„Genau lässt sich das erst am konkreten Einzelfall klären“, sagte die promovierte Architektin Sylvia Böhme. Deshalb bot sie den Bürgern an, jedes einzelne Vorhaben vor Ort mit den jeweiligen Bauherren zu besprechen und gemeinsam den Förderantrag zu stellen.

Nichtsdestotrotz wurde der Monstaber Info-Abend ausgiebig zum Fragen stellen genutzt. So interessierte die Anwesenden etwa, ob zwei Förderprogramme genutzt werden können. Doppelförderungen seien zwar grundsätzlich ausgeschlossen, doch wenn sich zwei Projekte klar trennen lassen, können auch verschiedene Fördertöpfe genutzt werden, lautete die Antwort. „Wenn zum Beispiel jemand eine Seniorenunterkunft baut und sich das von der Pflegekasse fördern lässt, ist es möglich, die Gestaltung der Außenanlagen über die Dorferneuerung zu bezuschussen“, so Böhme.

Ein Beispiel, das mit Bedacht gewählt wurde, denn Ziel des Förderprogramms Dorferneuerung ist es, das gesellschaftliche Leben in den Dörfern für die Zukunft fit zu machen. Lösungen für Probleme, die aus dem sogenannten demografischen Wandel folgen, treffen somit den Förderzweck. „Gewollt ist vom Fördermittelgeber auch, dass die Bürger sich untereinander zusammentun, gemeinsam mit der Gemeinde oder mit Firmen Ideen entwickeln, um ihre Orte zu gestalten“, sagte Böhme der OVZ. Deshalb sind im Rahmen der Dorferneuerung natürlich öffentliche Maßnahmen, aber auch private Vorhaben und Projekte von Unternehmen förderfähig, sofern sie den Zielvorgaben der Dorferneuerung entsprechen.

Förderanträge sind grundsätzlich bis 15, Januar für das laufende Kalenderjahr zu stellen. Wer also bereits 2018 bauen möchte, muss den Antrag in den nächsten vier Wochen fertig haben. Dazu gehört auch, für das Vorhaben drei Angebote von Firmen einzuholen. „Der Bauherr ist aber nicht verpflichtet, den günstigsten zu nehmen, vielmehr geht es dem Fördermittelgeber darum, die ortsüblichen Preise der Leistungen zu erfahren, um Missbrauch auszuschließen“, erläuterte Böhme. Doch gerade der Punkt Angebote sorgte in Monstab für Grummeln. Zum einen seien Baufirmen derzeit voll mit Aufträgen, dass manche keine Angebote abgeben, argumentierten Anwohner. Außerdem müssten sich die Firmen spätestens bis Anfang Januar auf Preise festlegen, die dann fast ein Jahr gelten müssen.

In diesem Zusammenhang wurde auch erklärt: Steigen nachträglich die Baukosten, gibt es keine Anpassung der Fördergelder nach oben, fallen jedoch die Kosten geringer aus, werden die Fördermittel gekürzt. „Wichtig ist auch: Sie müssen in Vorleistung gehen. Fördermittel gibt es nur auf gezahlte Rechnungen. Jedoch darf mit dem Bau nicht begonnen werden, bevor der Fördermittelantrag genehmigt wurde.“

Für Projekte in den Orten, die im Dorfentwicklungskonzept am Gerstenbach aufgeführt sind, ist Sylvia Böhme Ansprechpartner. Für Dörfer im Starkenberger Dorfentwicklungskonzept ist äquivalent die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) zuständig. Am Mittwoch wird im Gasthof Molbitz die nächste Bürger-Info-Veranstaltung zum Dorfentwicklungskonzept am Gerstenbach stattfinden. Los geht es um 17 Uhr.

Kontakte: Sylvia Böhme: Tel. 036601 925883; LEG: jana.feustel@leg-thueringen.de

Von Jörg Reuter

Die weihnachtliche Vorfreude hatte am Wochenende freien Lauf. Mehrere festliche Märkte – unter anderem in Meuselwitz und Ehrenhain – erwarteten ihr Publikum. Und im Rositzer Kulturhaus schritt Frau Holle zu Werke. Mit Erfolg, wie ein Blick nach draußen zeigt.

11.12.2017

Die Thüringisch-Sächsische Personennahverkehrsgesellschaft stellt sich neu auf. Durch den Zukauf neuer Anteile erhöht der Landkreis Leipzig seinen Einfluss. Fortan soll ein Aufsichtsrat die zweiköpfige Geschäftsführung kontrollieren und über wichtige Dinge selbst entscheiden. Das Altenburger Land bekommt fünf, die Sachsen drei Sitze.

10.12.2017

Ein 31-Jähriger aus dem Altenburger Land wollte offenbar mit Crystal Kasse machen. Doch Zollbeamte aus Sachsen erwischten ihn – und fanden sein optisch interessantes Drogenversteck.

11.12.2017