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Altenburg Probenfinale: Beim Prinzenraub-Theater geht’s handfest zur Sache
Region Altenburg Probenfinale: Beim Prinzenraub-Theater geht’s handfest zur Sache
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18:12 09.06.2019
Die Proben sind nichts für Zimperliche – hier die Gefangennahme Kunz von Kauffungens (Michael Hiller) durch eine Räuberbande. Quelle: Andy Drabek
Altenburg

Das Prinzenraub-Theaterprojekt ist eine Altenburger Erfolgsgeschichte, auch wenn es zwischenzeitlich mächtig auf der Kippe stand und fraglich war, ob es weiterexistieren würde. Als 2012 von der Stadt das Aus für die Festspiele verkündet wurde, verloren die vielen ehrenamtlichen Mitspieler und Helfer ihre große Theaterfamilie. Aber Prinzenräuber lassen sich nicht so leicht unterkriegen. Der Förderverein wagte den Neuanfang, ganz allein und mit bescheidenen Mitteln. Nicht einmal das Schloss stand als Auftrittsort zur Verfügung. So fand die Premiere von „Kauffungens Fehde“ 2013 auf dem Kinderfest am Teehaus statt.

Die Prinzenräuber-Familie wuchs wieder und 2014 spielte sie bereits am Hausmannsturm. Im Laufe der Jahre erfuhr das Stück Änderungen, wechselten die Regisseure und das Prinzenraub-Projekt wurde größer. Seit 2017 wird der Agnesgarten im Residenzschloss jährlich mit vier Aufführungen bespielt. Er bietet Platz für circa 200 Besucher.

Rund 50 Akteure auf der Bühne

Der inzwischen in „Traditionsverein Altenburger Prinzenraub“ umbenannte einstige Förderverein hat 90 Mitglieder. Im Februar haben die Proben für das aktuelle Stück begonnen. Rund 50 Akteure stehen auf und hinter der Bühne. Cimburg-Darsteller Uwe Schröder und Michael Hiller (Kunz von Kauffungen) nahmen ein halbes Jahr lang Fechttraining bei der Ritterschaft zu Reychenfels, die in diesem Jahr mit den Prinzenräubern die Klingen kreuzen werden. Für Uwe Schröder war das eine willkommene Auffrischung: „Ich war schon 2008 der Fechtmeister an Kunzens Hof. Was wir hier machen, ist historisch belegter Schwertkampf.“

Eva Pommer ist die „Mutti für alles“

Die Regie wurde in diesem Jahr wieder von Eva Pommer und Waldemar Beutler übernommen. „Wenn mir einer gesagt hätte: du musst das tun, dann hätte ich die Aufgabe gescheut. Ich bin da reingewachsen“, meint Waldemar Beutler, der seit 2014 als Bühnen- und Requisitenbauer aktiv ist. Und Eva Pommer hat als Produktionsleiterin auch schon genug um die Ohren. Sie hält als „Mutti für alles“ die Truppe beisammen. Eingesprungen sind beide, als im vergangenen Jahr der Regisseur wegfiel. Als gelernte Prinzenräuberin – Eva Pommer ist seit 2005 dabei – wusste sie, was zu tun ist. „Unsere Regiearbeit ist aus der Not geboren. Es musste ja weitergehen. Deswegen freue ich mich auf nächstes Jahr. Da kann ich mich ganz auf die Organisation konzentrieren“, so die Vereinsvorsitzende. 2019 übernimmt die freie Leipziger Regisseurin Christiane Müller die künstlerische Leitung. Sie steht den Theatermachern in diesem Jahr als Regiecoach zur Seite.

Erste Vorstellung am 4. Juli

Der Altenburger Prinzenraub wird am historischen Ort der Ereignisse von 1455 aufgeführt. Wie es sich für ein Freilicht-Spektakel gehört, wird bereits zwei Stunden vor Aufführungsbeginn für das leibliche Wohl und allerlei Unterhaltung wie Zauberei, Bauchtanz, Münzprägung, Barbar, Marionettentheater und Ritterlager gesorgt.

Vorstellungen: 4. Juli 20 Uhr, 5. Juli 20 Uhr, 6. Juli 17 Uhr und 20.30 Uhr. Eintrittskarten für die vier Vorstellungen sind erfahrungsgemäß begehrt. Es gibt sie u. a. in der Tourismus-Information Altenburger Land am Markt 10 in Altenburg sowie an der Abendkasse.

Von Dana Weber

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