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Altenburg Programm zur Kreistagswahl: SPD setzt auf Familie, Vereine und Wirtschaft
Region Altenburg Programm zur Kreistagswahl: SPD setzt auf Familie, Vereine und Wirtschaft
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13:52 10.03.2019
Die SPD Altenburger Land hat sich für die Kommunalwahl am 26. Mai auf Kreisebene aufgestellt.
Die SPD Altenburger Land hat sich für die Kommunalwahl am 26. Mai auf Kreisebene aufgestellt. Quelle: dpa
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Altenburg

Mit einem Aufgebot an Bürgermeistern sowie Akzenten in den Bereichen Schule, Vereinsleben, Wirtschaft und Kultur bereitet sich die SPD im Altenburger Land auf die Kommunalwahl am 26. Mai vor. Beim Kreisparteitag der Sozialdemokraten am Sonnabend wurde gut drei Stunden lang übers Wahlprogramm und die Kandidatenliste für den Kreistag diskutiert – begleitet vom SPD-Landesvorsitzenden und Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee.

Die SPD-Kreisvorsitzende Katharina Schenk äußerte sich zufrieden über die „produktive und zielorientierte Sitzung“, in deren Ergebnis nun ein prägnantes, realistisches Wahlprogramm stehe. „Wir haben uns auf Ziele konzentriert, die tatsächlich im Einflussbereich des Kreistages liegen.“ Das Programm umfasst drei Säulen: Familien, Wirtschaft sowie den Komplex Kultur, Ehrenamt und Freizeit. Bei der Familienfreundlichkeit geht es zum Beispiel um bürgernahe Verwaltung und öffentlichen Nahverkehr.

Unternehmensgründer und Tourismus im Fokus

In puncto Wirtschaft stehen unter anderem Unternehmens-Starter im Fokus. „Wir wollen einen Gründerlotsen etablieren, durch den Fördermitteldschungel führt“, erklärt Katharina Schenk. Auch der Tourismus hat bei der SPD hohen Stellenwert. Rechnung getragen werden soll außerdem der reichen Vereinslandschaft im Altenburger Land – von den Feuerwehren über die Kulturschaffenden bis hin zu den Sportlern. Deshalb steht zum Beispiel eine Sportstättenanalyse im Programm, um den Investitionsstau gezielt abzubauen.

Nur 7 Frauen unter 46 Namen auf der Liste

Auf der SPD-Liste für die Kreistagswahl stehen 46 Kandidaten. Darunter 7 Frauen. Von Katharina Schenks Idealziel, Frauen und Männer zu gleichen Anteilen einzubringen, ist dieser Wahlvorschlag weit entfernt. „Das liegt unter anderem daran, dass es unter den SPD-Mitgliedern deutlich weniger Frauen als Männer gibt“, konstatiert sie und sieht das Ergebnis als einen Schritt in die richtige Richtung. Auch diverse Parteilose haben Eingang gefunden. Die am prominentesten platzierte Frau ist – neben Schenk auf Rang 1 – die Schmöllner Gymnasiumsleiterin Martina Pleuse (parteilos) auf Platz 4, was dem SPD-Willen Ausdruck verleihen soll, Schulstandorte zu entwickeln und zu erhalten.

Amtierende Bürgermeister auf vorderen Plätzen

Auf den Listenplätzen zwei und drei stehen mit Altenburgs Bürgermeister Frank Rosenfeld und dem in Winterdorf wohnenden Versicherungsfachmann Alexander Paulicks die beiden Stellvertreter Schenks im SPD-Kreisvorsitz. Auf den Plätzen fünf bis neun folgen amtierende Bürgermeister. „Wir sehen das als Stärke: Jene, die bereits in Städten und Gemeinden das Wählervertrauen haben, übernehmen auch Verantwortung für den Landkreis als Ganzes“, argumentiert Schenk.

Und auch Volker Schemmel, der aktuelle Fraktionschef im Kreistag, tritt mit 76 Jahren noch mal an. Er wirke mit, dass ein stabiler Übergang gelinge – von den alten Hasen der SPD zu jüngeren Generationen, erklärt die 31-jährige SPD-Kreischefin.

Das sind die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD für den Kreistag:

1. Katharina Schenk, 2. Frank Rosenfeld, 3. Alexander Paulicks, 4. Martina Pleuse, 5. Sven Schrade, 6. Hendrik Läbe, 7. Carsten Helbig, 8. Wolfgang Scholz, 9. Steffen Stange, 10. Michael Wolf, 11. Dr. Hartmut Schubert, 12. Cordula Winter, 13. Torsten Rist, 14. Dr. Sibylle Börngen, 15. Volker Schemmel, 16. Eckhard Kretzschmar, 17. Ronny Lorenz, 18. Lutz Dittel, 19. Eberhard Hanisch, 20. Dr. Nikolaus Dorsch, 21. Ralf Schumann, 22. Alexander Burkhardt, 23. Thomas Jäschke, 24. Uwe Nebel, 25. Lothar Kirmse, 26. Dr. Peter Diedrich, 27. Dr. Volker Siegmund, 28. Hans-Werner Strasser, 29. Thomas Hermsdorf, 30. Peter Mittelstädt, 31. Stefan Helbig, 32. Norman Müller, 33. Carsten Östreich, 34. Dr. Karlheinz Kühn, 35. Julius Bubinger, 36. Matthias Friese, 37. Matthias Mielke, 38. Günter Schade, 39. Herbert Gräfe, 40. Dirk Warschkow, 41. Ralf Schütze, 42. Jana Dietrich, 43. Peter Friedrich, 44. Petra Kügler, 45. Annelies Metzschke, 46. Kai Bauer

Von Kay Würker