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Altenburg Prominente Absagen: Altenburger SPD bekommt Stadtratsliste nicht voll
Region Altenburg Prominente Absagen: Altenburger SPD bekommt Stadtratsliste nicht voll
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18:09 15.03.2019
Die SPD sieht in Altenburg schwierigen Zeiten entgegen. Quelle: André Kempner
Altenburg

Die Altenburger SPD steuert auf einen schwierigen Kommunalwahlkampf zu. Wie Ortsverbandschef Thomas Jäschke auf OVZ-Nachfrage bestätigte, wird die am Sonnabend zu beschließende Kandidatenliste für den Stadtrat nicht voll werden. „Das ist mittlerweile das Los der SPD“, sagte der 34-Jährige und kündigte einen personellen Umschwung an. Es habe viele Absagen gegeben. „Zum Teil auch unter der Gürtellinie.“ Damit müsse man leben.

Ex-OB und Fraktionschef gehen von Fahne

So gibt es gleich mehrere Prominente, die der SPD für die Stadtratsliste von der Fahne gehen. Allen voran Altenburgs Ex-Oberbürgermeister Michael Wolf, der schon bei seinem Abtritt den Rückzug aus der Altenburger Lokalpolitik versprochen hatte. Zudem kündigte Fraktionschef Norman Müller zur jüngsten Stadtratssitzung an, nicht wieder zu kandidieren. Der 41-Jährige begründete dies auf Nachfrage mit beruflicher Belastung.

Norman Müller fehlt Zeit wegen Jobbelastung

„Ich bin im Job ziemlich eingespannt und es sind zusätzlich neue Aufgaben hinzugekommen“, erklärte der Landesbedienstete, der mit der Digitalisierung der Thüringer Verwaltung befasst ist. Dadurch fehle ihm die Zeit für eine adäquate Arbeit als Stadtrat. Dass er dennoch für den Kreistag kandidiert, sieht Müller nicht als Widerspruch: „Kreistagssitzungen und dessen Ausschüsse sind wesentlich seltener als die des Stadtrats.“

Poschi-Wirt Jörg Wenzel wackelt

Bei Jörg Wenzel ist es noch nicht ganz so weit. Doch der Wirt der Gaststätte Poschwitzer Höhe wackelt aus persönlichen Gründen. „Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden“, so der 56-Jährige. Sein Engagement im Ehrenberger Ortsteilrat wolle er fortführen und tendiert auch zum Stadtrat: „Für den Notfall stünde ich bereit.“ Ortsverbandschef Jäschke erwartete seine Entscheidung bis Freitagabend. Sagt Wenzel ab, fehlte mit ihm, Wolf und Müller das Trio, das 2014 die meisten Stimmen zog.

Fraktionsvize Nikolaus Dorsch bleibt bei der Stange

Indes steht fest, dass Nikolaus Dorsch wieder kandidiert. „Ich habe nie überlegt, dass ich nicht antrete“, sagte der Fraktionsvize. Dass Jäschke eine solche Überlegung zuvor noch bestätigt hatte, bezeichnete Dorsch als „Missverständnis“, weil er erwogen hatte, nicht mehr für den Kreistag zur Verfügung zu stehen.

Von Thomas Haegeler

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