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Altenburg Ruinen am Altenburger Stadteingang verschwinden
Region Altenburg Ruinen am Altenburger Stadteingang verschwinden
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06:00 18.02.2017
Die Ruinen an der Leipziger Straße bieten seit Jahren ein jämmerliches Bild. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

An einer der wichtigsten Altenburger Zufahrtsstraßen soll ab Montag ein Schandfleck verschwinden. Der verfallene Wohnhauskomplex an der Leipziger Straße, der zu dem ehemaligen Kasernen-Ensemble gehört, soll abgerissen werden. Zunächst startet die Baustelle mit Baumfällungen – „gerade noch rechtzeitig, bevor im März die Vegetationsperiode beginnt“, sagte Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD). Und ist froh, unter die seit Jahren währenden Abbruchbemühungen nun bald einen Schlussstrich ziehen zu können.

Verschwinden sollen die Gebäude der Leipziger Straße 26 bis 34 – Zwei- und Dreigeschosser sowie eine freistehende Villa aus dem Jahr 1934. Laut Unterlagen aus dem Stadtarchiv dienten die Immobilien nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1992 der Unterbringung sowjetischer Streitkräfte, teilt der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsbetrieb Altenburg (Waba) mit, der die Maßnahme federführend begleitet. Konkret wohnten dort Offiziere.

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Allerdings sind die Häuser seit Längerem in ruinösem Zustand. Dächer und Zwischendecken sind zum Teil eingebrochen, es besteht Einsturzgefahr. „Jahrelang hatten wir mit dem damaligen Eigentümer verhandelt, bis wir uns auf eine angemessene Kaufsumme einigen und die Häuser als Stadt erwerben konnten, mit dem Ziel des Abrisses“, erinnert sich Wolf. Danach begann ein Ringen um Fördermittel.

Durch die Erweiterung des Gewerbegebietes Poschwitz bot sich nun eine Chance: Weil dort in Waba-Regie Flächen versiegelt werden, ist an anderer Stelle eine Kompensation nötig – anstelle der Ruinen soll deshalb das Areal an der Leipziger Straße aufgeforstet werden. Insgesamt rund 3000 Quadratmeter. „Der Abriss wird zu 90 Prozent mit Fördermitteln des Landes finanziert, 10 Prozent steuert die Stadt bei“, so Wolf.

Dass vor der Begrünung erst mal gerodet wird, lasse sich nicht vermeiden. Beseitigt werden wild gewachsene Büsche, Sträucher und Bäume – wo nötig, mit Fällgenehmigung der Stadt, versichert der Waba. Auch Bauschutt, Schrott und Altholz verschwinden. Die Gesamtmaßnahme dauere voraussichtlich bis Jahresende. An der Leipziger Straße werde für die nächsten Monate eine Bedarfsampel eingerichtet, damit die Schutt-Lkw herausfahren können. Die schmale Wohngebietsstraße soll von Lastern unbehelligt bleiben.

Von Kay Würker

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