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Altenburg Rund 5000 Fans feiern Technofest in der alten Wollspinnerei in Nobitz
Region Altenburg Rund 5000 Fans feiern Technofest in der alten Wollspinnerei in Nobitz
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09:05 25.04.2019
Die Fans feiern beim Liquid Sunday in der Wollspinnerei in Nobitz den Auftritt von Finch Asozial begeistert. Quelle: Jörg Reuter
Nobitz

Tanzen, tanzen und nochmals tanzen – so lässt sich das Liquid Sunday Festival vom Ostersonntag zusammenfassen. Inzwischen zum 15. Mal stieg die Party für Fans elektronischer Musik, die seit vielen Jahren in der alten Wollspinnerei in Nobitz über die Bühnen geht. Schätzungsweise 5000 Gäste machten von 22 Uhr am Ostersonntag bis gegen 10 Uhr am Ostermontagmorgen die Nacht zum Tag.

Die gute Organisation beginnt mit den Shuttlebus

Diese begann für viele mit einer Fahrt im Shuttlebus, der vor allem zwischen Altenburg und Nobitz pendelte. Auch wenn der letzte Hinfahrt-Bus, zum Ärger einiger Wartender, um Mitternacht erst einmal eine halbstündige Pause einlegte, ein super Service, der ein ganzes Stück weit die gute Organisation widerspiegelte, die sich vor Ort fortsetzte. Nirgends gab es unerträglich lange Schlangen und von allem – abgesehen von Sitzplätzen – gab es genug. Insofern gab es auch nichts, was irgendwie für schlechte Stimmung hätte sorgen können.

Und das traf offensichtlich auch auf die Musik zu. Insgesamt an die 70 Acts traten auf. Ihnen standen beachtliche neun Bühnen zur Verfügung. Und vor nahezu jeder herrschte ausgelassene Partyatmosphäre und die Tanzenden nutzen meist jede Ecke in den Räumlichkeiten, die sich vom Außenbereich über alte Werkhallen, den Alwo-Club und den großen Saal erstreckten. In diesem war die Hauptbühne eingerichtet, wo Szenegrößen das ausnahmslos junge Publikum begeisterten.

Finch Asozial rockt, Salvatore Ganacci rockt nicht

Für die Generation 18 bis 25 Jahre gehörte Finch Asozial unbedingt zu den Großen. Mit seinen manchmal an Ballermann-Hits erinnernden deutschen, nein ostdeutschen Texten und der musikalischen Mischung aus Hip Hop, Dancehall und Techno sorgte der junge Mann aus Frankfurt/Oder für Begeisterungsstürme und beste Party. Hatte Eskei83 den Main-Floor dafür hervorragend auf Betriebstemperatur angeheizt, konnte nach Finch Asozial der Schwede Salvatore Ganacci das Stimmungsniveau nicht adäquat halten. Obwohl er eine durchaus beeindruckende Vita mit Auftritten beim Tomorrowland, beim Electric Love oder dem Ultra Music Festival vorweisen kann, blieb er hinter den Erwartungen, die diese und ein Auftritt zur besten Sendezeit eigentlich erwarten ließen, zurück. Die doch eher einfallslose Performanz spiegelte sich auch im längst nicht vollen Saal wider, der zuvor bei Finch wegen Überfüllung zeitweise gesperrt war.

Beim Liquid Sunday 2019 in der Wollspinnerei in Nobitz treten unter anderem Finch Asozial und ESKEI83 auf. Tausende im Publikum lassen sich mitreißen.

Doch wem es nicht gefiel, der hatte ja genug andere Möglichkeiten. Wobei der untere kellerartige Bereich schon eher für die hartgesottenen Elektro-Fans gemacht war. Zum einen, weil dort eben jene hämmernde harte Spielart des Techno lief, zum anderen weil es ordentlich laut war. Hin und wieder schon an der Grenze des Erträglichen, vor allem, weil immer wieder Wände und Raum in Resonanz mit den Bässen gerieten. Nichts, was dem Sound unbedingt gut tut, aber auch nichts, was die Tanzwütigen abgehalten hätte, ausgelassen Stunde um Stunde zu hüpfen.

Bürgermeister zieht positive Bilanz

Die Begeisterung der jungen Leute teilt auch Nobitz’ Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD). „Es war genial“, fand er. Das Konzept sei aufgegangen, es habe keine Graffitischmierereien am Rande der Veranstaltung gegeben und auch keine Randale, sicher auch dem geschuldet, dass die Polizei diesmal mit drei Mannschaftswagen auf dem Festivalgelände präsent war. Dies führte auch dazu, dass die Beamten, wie berichtet, mehrere Dutzend Verstöße gegen das Betäubungsmittelverbot registrierten.

Von Jörg Reuter

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