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Altenburg SPD-Kreischef Frank Rosenfeld soll Bürgermeister in Altenburg werden
Region Altenburg SPD-Kreischef Frank Rosenfeld soll Bürgermeister in Altenburg werden
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19:12 07.08.2018
Frank Rosenfeld will seinen Stuhl in einer Anwaltskanzlei zum 1. September gegen den des Bürgermeisters im Altenburger Rathaus tauschen. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Personalcoup im Altenburger Rathaus: Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann (CDU) plant, SPD-Kreischef Frank Rosenfeld zu seinem Stellvertreter und damit zum Bürgermeister der Skatstadt zu machen. „Das stimmt“, bestätigte Neumann entsprechende OVZ-Informationen am Dienstagnachmittag auf Nachfrage. Demnach soll der 53-jährige Jurist ab 1. September die bisherige Bürgermeisterin Kristin Moos (CDU) beerben, die bereits im Herbst des Vorjahres ihren Abschied zum 31. August angekündigt hatte.

Neuer Bürgermeister soll am 30. August gewählt werden

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Rosenfeld, der für die Sozialdemokraten jüngst noch als Landrat kandidiert hatte, vom Stadtrat gewählt wird. Das soll wiederum zur nächsten Sitzung am 30. August geschehen. „Ich schlage dem Stadtrat Frank Rosenfeld zur Wahl vor“, erklärte Altenburgs OB weiter. Der Fachanwalt für Verwaltungsrecht habe sich auf eine entsprechende Stellenausschreibung der Stadt beworben. Laut Neumann gab es neben Rosenfeld nur noch einen anderen Bewerber. Dass sich der Rechtsanwalt, der derzeit noch in der Kanzlei Büring, Reger, Bierwisch, Dietrich arbeitet, im Bewerbungsverfahren durchgesetzt hat, liegt daran, dass er „als einziger der beiden Kandidaten die in der Ausschreibung formulierten Ansprüche“ erfüllt, so der Rathauschef.

OB Neumann betont: Eignung zählt, nicht Parteibuch

All jenen, die sich über den SPD-Kreischef unter einem CDU-OB in der künftigen Führungsriege des Altenburger Rathauses wundern, sagt Neumann: „Frank Rosenfeld ist mein Wunschkandidat.“ Deshalb sei er „weit im Vorfeld, kurz nach meiner Wahl“ auf den 53-Jährigen zugegangen und habe ihn gebeten, sich auf eine Ausschreibung hin zu bewerben. Zudem betonte das Stadtoberhaupt nochmals, dass Parteibücher und die Vergangenheit für ihn keine Rolle spielen. „Mir geht es um die Besten und Geeignetsten, um Altenburg nach vorne zu bringen.“

Das bewies Neumann bereits mehrfach in seinen ersten knapp sechs Wochen im Amt. Zunächst machte er seine Ex-Wahlkampf-Konkurrentin Katharina Schenk, die SPD-Mitglied ist und von seinem Vorgänger Michael Wolf (SPD) als persönliche Referentin geholt worden war, zur City-Managerin. Dann war bekannt geworden, dass Christian Repkewitz, der Schenks Vorgänger als Wolfs Referent war, die Leitung von Neumanns OB-Büro übernimmt.

Dezernenten Graffé und Tänzer vor dem Aus

Abgesehen davon kündigen sich weitere personelle Veränderungen im Altenburger Rathaus an. So wechselt Johannes Graffé, derzeit Dezernent für Ordnung, Recht und Liegenschaften, zum 1. September nach OVZ-Informationen in ein kommunales Tochterunternehmen – entweder in die Stadtwerke oder in den Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetrieb Waba. Worum sich der bisherige Stadtrechtsdirektor dort kümmern wird, ist noch unklar. Und auch für Robby Tänzer, aktuell Dezernent für Soziales und Stadtwirtschaft, gibt es offenbar keine Zukunft mehr in der Altenburger Verwaltung. Beide Personalien deuten auf eine Neugliederung der Rathausstrukturen hin, in der es ab September nur noch zwei statt bisher vier Dezernate geben soll.

Weder Graffé noch Tänzer wollten sich zu ihrer Zukunft auf OVZ-Nachfrage äußern, verwiesen stattdessen an das Stadtoberhaupt. Doch auch Neumann wollte dazu nichts weiter sagen, kündigte allerdings für Mittwoch eine offizielle Mitteilung zur neuen Struktur an. „Das befindet sich noch im Endstadium der Klärung“, begründete der OB, weshalb er bis dahin nicht über weitere einzelne Personalien reden werde.

Von Thomas Haegeler

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