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Altenburg SPD bedauert Partei-Austritt in Nordregion
Region Altenburg SPD bedauert Partei-Austritt in Nordregion
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04:48 05.09.2018
Die SPD sieht sich im Altenburger Land derzeit schweren Turbulenzen ausgesetzt. Quelle: dpa
Altenburg

SPD-Führungskräfte des Altenburger Landes haben den Parteiaustritt von Thomas Eckardt bedauert. Die Auflösung des Ortsvereins in der Nordregion, dem der Meuselwitzer bis Sonntag vorstand, befürchtet aber niemand. „Es ist bedauerlich, dass er die Wahl von Barbara Golder mit Mehrheitsentscheidung der SPD-Fraktion zum Anlass nimmt, seine Partei-Mitgliedschaft zu kündigen“, sagte der Fraktionschef im Kreistag, Dirk Schwerd. Denn man leiste eine anerkannte und sachliche Arbeit.

Schwerd: Im Gegensatz zu Altenburg keine mangelnde parteipolitische Hygiene

„Der Fraktion kann man auch keine mangelnde parteipolitische Hygiene vorwerfen“, so Schwerd weiter. Schließlich gebe es im Kreis keine Verhältnisse wie in Altenburg, wo mit Ex-OB-Kandidatin Katharina Schenk und Kreischef Frank Rosenfeld zwei Sozialdemokraten unter CDU-Oberbürgermeister André Neumann arbeiten. „Möglicherweise ist daher die Frustration über Entscheidungen unserer Partei auf Bundes- und Landesebene handlungsleitend für den Austritt.“ Die Personalie von Ex-OB Michael Wolf stehe für ihn aber außerhalb jedweder Kritik. „Das ist die Bestbesetzung im Aufsichtsrat des Theaters aufgrund seiner Sachkenntnis und weil sein Name auch außerhalb Altenburgs einen guten Ruf genießt.“

Die Frage, ob Eckardts Austritt auch den Anfang vom Ende des SPD-Ortsvereins in Meuselwitz bedeutet, reichte Schwerd jedoch weiter: „Der amtierende Kreisvorsitzende hat jetzt mit seinem Vorstand den Absetzerscheinungen in der Nordregion durch aktives Krisenmanagement entgegenzuwirken.“

Kreischef Rosenfeld führt schon Gespräche über Nachfolge für Ortsvereinschef

Damit hat SPD-Kreischef Frank Rosenfeld bereits angefangen. „Wir sind dabei, das aufzuarbeiten“, sagte er und verwies auf mehrere Gespräche. Er sei zuversichtlich, zeitnah einen Nachfolger für Eckardt zu finden. Namen wollte er jedoch nicht nennen. Bis es so weit ist, führt Stellvertreter Eckhard Kretschmar aus Lucka die Geschäfte weiter, der zu den Kandidaten gehört. Eine Auflösung des Ortsvereins befürchtet Rosenfeld nicht: „Er ist von Thomas Eckardt bisher gut geführt worden, weshalb ich seine Entscheidung mit Bedauern zur Kenntnis nehme.“

„Gemauschel“ missfällt einigen SPD-Mitgliedern und Linken

Die „persönliche Entscheidung“ von Eckardt wollte das Meuselwitzer SPD-Urgestein Eberhard Hanisch nicht weiter kommentieren, sagte aber: „Das Gemauschel im Kreistag gefällt uns allen im Ortsverein nicht.“ Die Gefahr einer Auflösung sehe er aber auch nicht.

Wie verhärtet die Fronten sind, zeigen einige Bürgermeister der Linken. So sah der Göpfersdorfer Gemeinde-Chef Klaus Börngen nach der Wahl Golders „keinen guten Tag für den Kreistag“. Deutlicher wurde der Kriebitzscher Bürgermeister Bernd Burkhardt: „Das hat mit Demokratie nichts zu tun.“ Er habe von der CDU und Landrat Uwe Melzer sowie von Michael Wolf mehr erwartet. „Nur gemeinsam können wir etwas für unseren Kreis erreichen. Aber stattdessen hängen sie nur an Funktionen, Ämtern und Macht.“

Von Thomas Haegeler

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