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Altenburg Sandro Vogler ist der neue Pfarrer in Altenburg
Region Altenburg Sandro Vogler ist der neue Pfarrer in Altenburg
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19:00 11.01.2017
Sandro Vogler ist der neue Pfarrer in Altenburg. Zum Monatsende wird er offiziell in sein Amt eingeführt. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Derzeit sind Sandro Vogler, seine Frau und die drei kleinen Kinder noch dabei, in Altenburg anzukommen. Die Wohnung gleich neben der Brüderkirche, einem der künftigen Arbeitsorte des 37-Jährigen, wird derzeit eingerichtet. „Aber die Verantwortung für die Kirchgemeinde trage ich schon seit Jahresbeginn“, sagt Vogler, der am 29. Januar im Rahmen eines Gottesdienstes richtig als geschäftsführender Pfarrer für die hiesige Kirchgemeinde eingeführt werden soll und damit die Nachfolge von Reinhard Kwaschik antritt, der zum 1. November vergangenen Jahres in der Ruhestand ging.

„Aber Neuland ist Altenburg für mich keineswegs“, betont der gebürtige Sonneberger, der zuvor als Pfarrer im brandburgischen Zossen tätig war. „Studiert habe ich ja in Leipzig, und so manche Radtour führte uns schon nach Altenburg und in die Region. Zudem wohnen die Schwiegereltern und damit die Großeltern der drei Kleinen in Crimmitschau, also sozusagen gleich vor der Haustür, was bei zwei kleinen Mädchen – fünf Jahre und sieben Monate alt – sowie einem einjährigen Jungen ideal ist. Als ein Wechsel der Pfarrstelle anstand, habe man auch bewusst nach Möglichkeiten in der Region gesucht. „Altenburg war frei und ideal“, sagt Vogler.

Der junge Pfarrer weiß sehr wohl, dass er gleich einen ganzen Berg an Aufgaben übernimmt: Neben den drei Stadtkirchen in Altenburg selber fallen auch die Gotteshäuser in Romschütz sowie Kosma in Voglers Zuständigkeit. Dass diese ehrwürdigen wie alten Bauten allein baulich einige Herausforderungen bergen, weiß der 37-Jährige sehr wohl. Hinzu kommt eine ganz knapp geschneiderte personelle Aufstellung: Neben Sandro Vogler hat nur noch Andreas Gießler eine halbe Stelle als Pfarrer für die rund 2500 Gemeindeglieder inne.

„Man muss sich diesen Gegebenheiten aber stellen. Und ich habe schon mehrfach mitbekommen, dass ich dabei auch auf engagierte Gemeindemitglieder bauen kann, ohne die das einfach auch nicht funktionieren würde“, meint Vogler. „Ich bin kein einsamer Wolf, sondern ein ausgemachter Teamplayer und suche immer das Gespräch.“

Sehr wohl hat Vogler schon davon gehört, dass die Altenburger ein etwas spezieller Menschenschlag sind, der erst einmal etwas reserviert gegenüber Neuen auftritt. „Ehrlich: Ich habe bislang diese Erfahrung nicht gemacht. Im Gegenteil: Wenn ich hier auf Menschen zugehe, haben die sich immer sehr schnell geöffnet.“

Altenburg selber haben er und seine Familie schon erkundet und sind vor allem von der großen Geschichte mitsamt der historienschweren Bauten sowie der reichhaltigen Kultur der Stadt angetan: „Egal, ob Theater, Jazzclub oder speziell für unsere Kinder der Inselzoo bis hin zu gleich drei Eiscafes auf dem Markt: Diese Stadt hat einfach unglaublich viel zu bieten. Mit Zossen ist das nicht vergleichbar.“

Dass Vogler seinen Dienst nun ausgerechnet zum Beginn des für Christen so gewichtigen Jahres 2017 in der Skatstadt antritt, sieht er als zusätzliche Herausforderung. „Wenngleich die anstehenden Veranstaltungen von meinem Vorgänger vorbereitet und organisiert wurden. Aber dank dieser vielfältigen Veranstaltungen hat unsere Kirche die Möglichkeit, sich einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren.“

Und genau so versteht auch Sandro Vogler sein Pfarramt: Die Kirche sei beileibe keine in sich geschlossene Gemeinschaft, sondern ein für jeden offener und lebendiger Teil dieser Gesellschaft.

Von Jörg Wolf

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