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Altenburg Scharfer Baustart für Sanierung der Altenburger Gnadenkapelle
Region Altenburg Scharfer Baustart für Sanierung der Altenburger Gnadenkapelle
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18:16 09.07.2019
Scharfer Baustart: Die Gnadenkapelle in der Altenburger Carl-von-Ossietzky-Straße wird derzeit entrümpelt und für die Ankunft des Krans vorbereitet. Quelle: Thomas Haegeler
Altenburg

An der Altenburger Gnadenkapelle ist der scharfe Baustart für die Sanierung erfolgt. Wie Eigentümer Enrico Landgraf mitteilte, entrümpeln aktuell Bauarbeiter die frühere Kirche in der Carl-von-Ossietzky-Straße 13. Das heißt: Sie nehmen Wände heraus, beseitigen den Schutt sowie nicht mehr benötigtes Innenleben und bereiten das 1868/69 erbaute Haus auf die Ankunft des Krans Ende des Monats vor. Dazu gehört auch der Aufbau eines Gerüsts, der dieser Tage vonstatten geht. Im Anschluss wird das Dach demontiert und ein Interimsüberbau geschaffen.

Leichter Verzug durch ausgelastete Firmen

„Da das ganze Dach runter muss, wird dies notwendig“, sagt der Steuerberater aus Leipzig und ist „gespannt“ auf den Fortgang der Arbeiten. Die kunstvollen Bleiglasfenster sind schon ausgebaut, in Einzelteile zerlegt und beim Restaurator in Erfurt. Nur jenes mit Jesus in Richtung Haeckelstraße hält noch die Stellung. Da komme man schwer ran, so der Eigentümer. „Das kommt erst raus, wenn das Außengerüst komplett steht.“

Dass Landgrafs Ziel, ein Baustart im März/April, nicht ganz gehalten wurde, liegt an der allerorten vernehmbaren Auslastung der Firmen. Dadurch und angesichts des Programms hat sich der Eigentümer von seinem ohnehin hehren Plan, mit den gröbsten Arbeiten noch dieses Jahr fertig zu werden, nun endgültig verabschiedet. „Das wird nichts mehr, sondern erst 2020“, sagte er, sieht das aber relativ entspannt. Schließlich hatte ihm das Architekt Christian Heidrich schon vor Monaten prophezeit.

Pfusch macht aufwendiges Interimsüberdach notwendig

Heidrich war es auch, der herausgefunden hatte, dass an der Gnadenkapelle beim Bau des Daches vor 150 Jahren gepfuscht worden war. Deswegen hatten sich die Wände im ersten Obergeschoss des zweistöckigen Hauses um etwa zehn Zentimeter verschoben. Das erklärt auch die aufwendige Konstruktion mit dem Überdach und dem kompletten Neubau der Schutzkonstruktion. Ein Ergebnis aus der Tiefenprüfung inklusive digitaler Vermessung. Zuvor waren unter anderem das Mauerwerk trockengelegt und auf dem Grundstück aus Sicherheitsgründen Bäume gefällt worden.

Landgraf, der das Haus 2017 für 38 000 Euro ersteigert hatte, will aus dem einstigen Gotteshaus, das der Grundstein für die katholische Gemeinde in Altenburg war, einen öffentlichen Kulturtempel machen. So soll neben einer festen Bar im Untergeschoss in der oberen Etage ein Veranstaltungsraum mit mobiler Bar für Konzerte, Lesungen, Partys und Ähnliches entstehen. Kapazität: 100 bis 150 Leute. Auch ein Einsatz als Ersatzspielstätte für das in Sanierung befindliche Altenburger Theater steht noch zur Debatte.

Von Thomas Haegeler

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